Basketball: Auf der Jagd nach einem weiterem Aufstieg
Ein tolle Stimmung: Flügelspieler Ishmael Fontaine (links) wechselte aufgrund der guten Atmosphäre am Spieltag aus Königs Wusterhausen zu den Korbjägern. Foto: Wieckhorst

Basketball: Auf der Jagd nach einem weiterem Aufstieg

Die Hannover Korbjäger legen sich wieder auf die Pirsch und wollen hoch in die 2. Basketball-Bundesliga

Hannover. Am sechsten Spieltag findet sich das Rudel der Hannover Korbjäger mit vier Siegen bei einer Niederlage auf dem dritten Tabellenplatz der 1. Regionalliga wieder und will die selbsternannten Aufstiegskandidaten aus Cuxhaven und Bernau in Bedrängnis bringen. Ein Portrait einer kleinen Basketballbewegung.
Was für den einen der Familientag am Spielfeld ist, ist für den anderen der Start in den Samstagabend. Die Heimspiele der Hannover Korbjäger hauchen der „Ihmebunker“ getauften IGS-Linden nach vielen Jahren Stille wieder Leben ein. Begleitet werden die Partien von Scratches und Reisen durch die Welt des Hip Hop, Funk und House aus Plattenkisten der lokalen DJ-Szene. „Auf dem Spielfeld treffen im Grunde genommen die Stars von morgen auf die von gestern und reißen die mitunter 500 Zuschauer regelmäßig mit Dunkings und Distanzwürfen von den Sitzbänken“, erklärt Pressesprecher Nico Wieckhorst.
Ihren Ursprung haben die Korbjäger im Jahr 2006, in dem sich der damals 26-jährige Aleksandar Tunjic dazu entschied, einen Basketballverein zu gründen. Dass die UBC Tigers zu dieser Zeit bereits Erfolge in der 2. Regionalliga feierten, war für den bodenständigen Serben damals kein Hinderungsgrund. Daher wurde der Balkanstammtisch versammelt und der Verein in einem Hinterzimmer des Donaugrills ins Leben gerufen. „Der multikulturelle Charakter der Gründungsväter macht sich auf dem Spielfeld definitiv bemerkbar. Neben Jungtalenten aus der eigenen Stadt gehen beispielsweise auch Amerikaner oder Litauer für uns auf Korbjagd.“, so Wieckhorst weiter. Dennoch unterlag die als Söldnertruppe verschriene Mannschaft in ihrer ersten Partie in der Bezirksklasse. Es folgten vier Aufstiege in Folge und der Spielbetrieb einer zweiten Herrenmannschaft. Trotz der jungen Historie zählt die Ruhmeshalle der Hannover Korbjäger einige regionale Größen, die den Sprung in Profi-Ligen realisieren konnten. Spielern aus dem In- und Ausland bietet der Verein somit eine solide Plattform, sein Können in einer semiprofessionellen Liga unter Beweis zu stellen.
Nach dem Rückzug des UBC im Jahre 2014 waren die Korbjäger über Nacht zur Nummer 1 der Stadt im Basketball avanciert und nutzten die Gunst der Stunde, um die jungen Strukturen, als auch die Außendarstellung und das Logo zu überholen. „Oft wurden wir gefragt, ob die Korbjäger etwas mit dem UBC zu tun hätten. Dass dies nicht der Fall war oder ist, wollten wir unter anderem mit der Überarbeitung der PR unterstreichen.“, erinnert sich Wieckhorst. Mit verschiedenen Kooperationspartnern ist der Verein nun seit über einem Jahr bestrebt, sich neben den Fußball- und Eishockeygrößen der Stadt zu etablieren.
Hannover Korbjäger ist, wo der Präsident in Jogginghose am Spielfeldrand sitzt und während der Halbzeit mit dem Trainer Kette raucht. Das ist, Basketball ohne Cheerleader oder Maskottchen. Das ist ein Abend auf dem Lindener Berg mit Freunden.

nw/ck

Das nächste Heimspiel der Korbjäger

Das nächste Heimspiel der Korbjäger findet am Sonnabend, 21. November um 18 Uhr in der IGS Linden gegen die BC Rendsburg Twisters statt. Bei einem Heimsieg spendiert Herrenhäuser Freibier für alle Zuschauer. Zudem wird R’n’B-Sänger Moe Mitchell der Partie beiwohnen, um dort das Musikvideo für seine neue Single „Ja“ aufzunehmen. Einlass ist um 17 Uhr, Eintritt beträgt 3 Euro.
Kontakt unter:
❱❱ www.hannover-korbjaeger.de
❱❱ www.facebook.com/hannoverkorbjaeger
❱❱ www.instagram.com/hannoverkorbjaeger
❱❱ info@hannover-korbjaeger.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.