Bocksprünge in die Zukunft
1349 Stück werden davon benötigt: Hannover peilt den Weltrekord im Bockspringen an. Foto: imago

Bocksprünge in die Zukunft

Stadt und Stadtsportbund laden zum Thementag Sport ein – Weltrekordversuch im Bockspringen

Von Franka Haak
Hannover. Wenn am Sonnabend, 6. Juni, auf dem Trammplatz der 1349. Teilnehmer über seinen Vordermann hüpft, ist es geschafft. Dann hält Hannover den neuen Weltrekord im Bockspringen. Die jetzigen Rekordhalter aus Neuseeland wären damit übertrumpft.
Am 6. Juni geht es aber noch um viel mehr als um einen Weltrekord: Es geht um Hannovers sportliche Zukunft. Die Stadt und der Stadtsportbund laden im Rahmen des Stadtdialogs 2030 zum Thementag Sport ein. Bürger können in verschiedenen Themenforen ihre Ideen und Wünsche einbringen. Die Vorträge und Diskussionsforen rund um die sportlichen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Senioren, Familien und Leistungssportlern beginnen um 10 Uhr im Neuen Rathaus.
Auf dem Trammplatz davor zeigen Stadtsportbund und hannoversche Vereine ab 12 Uhr mit vielen Infoständen und Mitmachaktionen, was der Sport in der Landeshauptstadt schon jetzt zu bieten hat. Besucher können dort Trendsportarten wie Slackline oder das in Hannover entwickelte Fußballwandtennis (Fuwate) ausprobieren. Beim Trendsportquiz des Stadtsportbundes sind Wissen und Geschicklichkeit gefragt, um zu punkten. Und auch in klassischen Sportarten wie Rugby (speziell für Frauen), Boxen und Bogenschießen können sich alle Interessierten versuchen. Für Kinder gibt es Hüpfburg, Kletterwand und Rollenrutsche. Auch wer sich selbst nicht verausgaben möchte, bekommt auf dem Trammplatz etwas geboten: Auf der Bühne treten die Afro-Beat- und Reggae-Band Black X, Cheerleader sowie Karate-, Box- und Capoeira-Gruppen auf. Sportlicher Höhepunkt ist dann um 16 Uhr der Weltrekordversuch im Bockspringen.
Im Rathaus sollen an dem Tag die sich ändernden Ansprüche an den Sport diskutiert werden: Welche Auswirkungen hat die demographische Entwicklung? Welche Bedürfnisse haben ältere Hannoveraner? Wie können jugendliche Trendsportarten im öffentlichen Raum einen Platz finden? Und was verändert sich durch die Ganztagsschule für die sportliche Aktivität von Kindern? Das sind nur einige der Fragen, um die es gehen wird.
Nach einem einleitenden Vortrag des Sportwissenschaftlters Professor Robin Kähler beginnt um 11.30 Uhr die erste Diskussionsrunde in den Themenforen. Nach einer Mittagspause gibt es um 13.45 eine zweite Diskussionsrunde, sodass sich Interessierte in zwei verschiedenen Themenforen einbringen können. Zur Auswahl stehen insgesamt fünf Foren. Eines davon thematisiert allgemein Sportstätten und sportfreundliche Flächen im öffentlichen Raum; die anderen vier Foren haben jeweils die Bedürfnisse einer speziellen Zielgruppe im Blick: Jugendliche, Senioren, Familien und Leistungssportler. Kinder können in zwei Zukunftswerkstätten kreativ und spielerisch Ideen für den Sport in Hannover entwickeln.
Anmeldungen zum Thementag sind möglich per E-Mail an Sportentwicklung@Hannover-Stadt.de oder per Fax an (0511) 16 83 41 78. Wer am 6. Juni keine Zeit hat, kann sich noch bis zum 15. Juni an der Online-Diskussion unter www.hannover.de beteiligen.

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