Der Blick geht weiter nach oben
Eine starke Riege: Die Kunstturner vom TuS Vinnhorst. Foto: bo

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 Die Kunstturner des TuS Vinnhorst haben Klassenerhalt sicher geschafft / Nachwuchs wird gefördert

Von Mark Bode
Hannover. Einen Grund zum Feiern haben die Turner des TuS Vinnhorst am heutigen Abend auf jeden Fall. Ab 18 Uhr steigt der letzte Wettkampftag in der Sporthalle am Grashöfe 25 gegen KTT Heilbronn. Einen Grund zum Feiern gibt es, weil der Klassenerhalt nach dem Aufstieg vor einem Jahr bereits gesichert ist. Und mit einem Sieg kann sogar noch der Sprung auf Platz drei gelingen. „Das wäre eine Sensation. Damit hat keiner gerechnet“, so Abteilungsleiter Steffen Rüter.
Doch was ist das Geheimnis ihres Erfolges? „Die Jungs pushen sich mannschaftsintern gegenseitig so sehr, das ist sensationell“, sagt Rüter. Doch dabei fällt nie ein böses Wort, es gibt keine Kritik, wenn jemand an einem Gerät patzt. „Andere Teams machen sich untereinander an. Das ist bei uns undenkbar.“ Das Miteinander ist beachtlich. Denn schließlich kommt die Mannschaft nur selten als Einheit zusammen. Einige Athleten treffen auf den Rest des Teams sogar einzig an den Wettkampftagen. Der TuS konnte den lettischen Turner Dmitrijs Trefilovs für diese Saison verpflichten. „Der fliegt freitags ein, übernachtet bei mir und reist sonntags zurück“, sagt Rüter. Was ungewöhnlich erscheint, ist im Turnen Alltag. So trainiert der Rest der Mannschaft auch nicht gemeinsam in Hannover. „Einige sind in Buchholz in der Nordheide, andere in der Nähe von Wolfsburg“, sagt der Abteilungsleiter und fügt hinzu: „Wir müssen ja keine gemeinsamen Spielzüge einstudieren.“
Denn bei den Wettkämpfen an den sechs Geräten Boden, Pferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck treten zwar pro Team jeweils vier Athleten an. Doch jeder kämpft für sich allein gegen den Konkurrenten aus der gegnerischen Mannschaft. Der bessere Athlet erhält eine bestimmte Punktzahl, am Ende werden alle Punkte addiert.
Zwölf Athleten aus dem Aufstiegsjahr in die zweite Bundesliga Nord sind noch immer dabei und zeigen auch eine Klasse höher, dass sie konkurrenzfähig sind. Und das soll noch nicht Endstation sein. „Wir wollen mittelfristig in die erste Bundesliga aufsteigen“, sagt Rüter. Eine zweite Mannschaft soll in der dritten Liga etabliert werden. Er weiß allerdings auch, dass das nur mit weiteren Sponsoren möglich ist. Derzeit habe sein Team einen Etat „im mittleren fünfstelligen Bereich“.
Doch trotz der Erfolge der Herren vernachlässigt der TuS auch nicht die Talente. Gleich zwei Nachwuchsteams konnten ebenfalls Aufstiege erringen. 20 Jugendliche und etwa 80 Kinder turnen in Vinnhorst. Ein Problem: „Wir haben viele Kinder, aber wenige Jugendliche. Ab zwölf Jahren hört das Interesse oft auf“, so Rüter. Durch ein engagiertes und kompetentes Trainerteam versucht der Verein, die Jugendlichen weiter an sich zu binden. Schließlich soll es auch in Zukunft noch weitere Gründe zum Feiern beim TuS Vinnhorst geben.

Das ist der TuS Vinnhorst

Der TuS Vinnhorst wurde im Jahr 1956 gegründet. Die derzeit 683 Mitglieder verteilen sich auf die Sparten Turnen, Handball, Schwimmen, Tanzen, Fußball, Faustball und Radfahren. Darüber hinaus gibt es ein vielseitiges Kursangebot, unter anderem mit Rückenfit, Wirbelsäulengymnastik, Zumba und Entspannungskurse für Mitglieder und Nicht-Mitglieder. Eine Mitgliedschaft kostet pro Monat für Erwachsene 11 Euro, ermäßigt 7 Euro, für Schüler 6 Euro. Der Eltern-Kind-Beitrag (ein Elternteil und Kinder) liegt bei 13 Euro im Monat, Familien (Eltern mit Kindern) zahlen 20 Euro im Monat. Wer sich näher über das Angebot des TuS Informieren möchte, kann den Vorsitzenden Uwe Jankowski unter Telefon (0511) 63 18 98 oder per E-Mail an u.jankowski@tusvinnhorst.de kontaktieren. Nähere Informationen zu den einzelnen Abteilungen gibt es im Internet.

❱❱ www.tusvinnhorst.de

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