Die Chance auf ein Lebenszeichen
Zweikampfhärte: Edgar Prib (96, links) bekommt es mit Gegenspieler Stefan Aigner von Eintracht Frankfurt zu tun. Foto: deisterpics

Die Chance auf ein Lebenszeichen

Hannover 96 empfängt am Sonnabend den Hamburger SV um 15.30 Uhr in der HDI Arena

Von Christian Kaufer
Hannover. Eine neue Chance steht an für Hannover 96 – am Sonnabend, 2. April, kommt der ebenfalls in der Fußball-Bundesliga nicht auf Rosen gebettete „große“ HSV in die HDI Arena. Auch wenn die Länderspielpause bei vielen 96-Fans für Ablenkung gesorgt haben dürfte, sollte doch niemand so vermessen sein und die Chance darin sehen, mit einem Sieg gegen Hamburg noch eine fulminante Aufholjagd in Richtung Relegationsplatz zu starten. Eher geht es für das stark gebeutelte Team von 96-Coach Thomas Schaaf darum, mit einer ansprechenden Leistung im Abstiegskampf wieder ein paar längst verspielte Bonuspunkte und Sympathien zu sammeln – sowohl bei den Fans, als auch mit Blick auf die Tabelle. Es geht also um ein einfaches Lebenszeichen einer völlig verunsicherten Mannschaft in der Fußball-Bundesliga.
Doch zur Erinnerung: Auch die Leistung der „Roten“ beim 0:1 in Frankfurt war von einer Bundesligatauglichkeit fast Lichtjahre entfernt. Wer mit Hackenspiel und Feingeist im Spiel versucht, im Abstiegskampf zu bestehen, muss sich selbst hinterfragen, ob er nicht fehl am Platz ist. Dazu eine „Sturmhoffnung“ wie Hugo Almeida, der wie ein Fremdkörper agierte und zudem noch mit der Abseitsregelung auf Kriegsfuß zu stehen scheint. Alles keine Tatsachen, die Hoffnung auf Besserung im Spiel von Hannover 96 machen. Noch mehr gefällig aus der Reihe „Statistik lügt nicht“: Hannover ist das schwächste Heimteam mit der schwächsten Offensive, erspielt sich zudem die wenigsten Torchancen und kassiert die meisten Gegentore aus dem Spiel heraus. Und einer noch: Seit sechs Heimspielen ist 96 ohne Punktgewinn, seit vier Heimspielen auch ohne einen einzigen erzielten Treffer – bitter!
Da ist es verständlich, dass die 96-Verantwortlichen um Clubchef Martin Kind und Geschäftsführer Sport Martin Bader auf Entscheidungen drängen, die eine Planungssicherheit auch für den Gang in die 2. Liga beinhalten. Dazu gehört in erster Linie die Trainerfrage – bekennt sich Schaaf zu Hannover 96 und bleibt er Trainer im Falle eines Abstiegs? Oder mehren sich die Gedankenspiele gegen Schaaf und für einen kompletten Neustart mit Drücken der besagten Reset-Taste? Alles ist möglich.
Aber erstmal ist wieder die Mannschaft gefordert, denn sie steht genauso am Pranger wie die verantwortlichen Entscheider. Da wäre ein kleines Lebenszeichen, in welcher Form auch immer, gegen den Hamburger SV Gold wert.
Am Sonnabend gegen 17.20 Uhr wissen wir alle mehr …

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