Die harten Jungs von Germania List mischen oben mit

Die harten Jungs von Germania List mischen oben mit

List. Ein wenig erschrocken ist Simeon Klaus schon gewesen. „Das ist ja seit Jahrzehnten die beste Saison von uns“, sagt der Spartenleiter der Rugbyabteilung von Germania List und schmunzelt. „Wenn man im Tagesgeschäft ist, wird einem das gar nicht so bewusst“, fügt er hinzu und lacht. Nun – in der Winterpause – hat er die Zeit, über die zurückliegende erste Saisonhälfte nachzudenken. Und die lief überaus erfreulich. Die Germanen stehen in der Bundesliga-Nord/Ost auf Rang zwei – lediglich drei Punkte hinter Spitzenreiter Hannover 78.
Dass die Germanen so weit oben mitspielen, ist für Klaus hingegen keine Überraschung. „Das hatten wir eigentlich schon erwartet.“ Nur die Überlegenheit ist auffällig. Denn der Tabellendritte aus Berlin hat lediglich halb so viele Punkte gesammelt – 18. Das große Ziel für die Lister: Die reguläre Bundesligasaison noch auf Platz eins abschließen. Denn dann hätte die Mannschaft im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft im kommenden Mai Heimrecht gegen den Zweiten der Südliga. Das Finale um die Meisterschaft findet schließlich am ersten Juni-Wochenende statt.
Doch dass die Germanen am Ende die Trophäe in die Luft recken können, daran glaubt nicht einmal der Spartenleiter. Zu dominant sind die Mannschaften der Süd/West-Staffel aus Heidelberg. „Das sind Profis“, sagt Klaus. Die eigene Mannschaft besteht zum größten Teil aus Eigengewächsen, die in den vergangenen Jahren an die erste Liga herangeführt wurden. Mit Jarrod Saul, Daniel und Niklas Koch, Stefan Mau und Henrik Meyer haben die Germanen immerhin auch fünf Nationalspieler in ihren Reihen. Deshalb formuliert Trainer Duaine Lindsay das Ziel für die reguläre Saison auch deutlich: „Alles andere als Platz eins käme einem Scheitern gleich.“ Lediglich eine Niederlage musste der SC bisher hinnehmen. Aber die schmerzte. Denn gegen Spitzenreiter Hannover 78 zog sein Team beim 14:20 den Kürzeren.
Derzeit weilt der Trainer im Urlaub, die Spieler sollen ebenfalls die freie Zeit nutzen, um etwas zur Ruhe zu kommen. Denn schon zu Weihnachten soll sich das Team im Kraftraum wieder in Form bringen. Mitte Januar geht es dann wieder auf den Platz, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Denn schließlich verfolgen alle ein gemeinsames Ziel. Mal sehen, ob sich Klaus wieder im positiven Sinn erschrocken zeigt, wenn er auf die Abschlusstabelle blickt.

Lust auf Rugby bei Germania?
„Rugby ist eine aufstrebende Sportart“, sagt Germania Lists Spartenleiter Simeon Klaus. Waren es vor zehn Jahren noch 250 Mitglieder, sind es aktuell 320. Alle Jugendmannschaften von der U6 bis zur U18 sind besetzt. Dennoch sucht der Verein immer weiter nach Spielern. Auch wenn es hart auf dem Platz zur Sache geht, wird Fairplay beim Rugby großgeschrieben. Respekt vor Schiedsrichter und Gegner gehören dazu. „Jeder hat einen anderen Körperbau. Beim Rugby findet jeder eine passende Rolle“, so Klaus. Auch Quereinsteiger im Erwachsenenbereich sind willkommen.Wer Interesse hat, findet die Ansprechpartner im Internet unter www.germania-list.de.

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