Die Indians gehen auf große Bärenjagd
Bezeichnend für ein starkes Spiel der Indians: Dennis Arnold (Indians) ist oben auf; Robin Ringe (Scorpions) hat in dieser abgehobenen Szene das Nachsehen. Foto: Oheim

Die Indians gehen auf große Bärenjagd

Play-off-Spiele: Freitag ist der EHC Neuwied zu Gast am Pferdeturm / Scorpions müssen nach Tilburg

HANNOVER (mk). Der Derbysieg ist eingetütet – ab Freitag gehen die Rothäute vom Pferdeturm auf Bärenjagd! „Ich sage so etwas selten, aber heute bin ich wirklich verdammt stolz auf meine Mannschaft“, strahlte Indians-Coach Freddy Carroll nach dem jederzeit unangefochtenen 5:1-Erfolg über die ersatzgeschwächten Scorpions aus Langenhagen über das ganze Gesicht: „Jetzt haben die Jungs erst einmal zwei Tage frei, dann gilt die ganze Konzentration den Bären aus Neuwied“. Ein Powerplay-Triple von „Sniper“ Andre Gerartz, sowie Treffer von Robby Hein und Oliver Duris sorgten bei einem Ehrentreffer von Florian Spelleken schnell für klare Verhältnisse.
Gegen die Rheinländer startet der ECH dann am Freitag ab 20 Uhr am heimischen „Turm“ in die erste Play-off-Runde. Nach dem Gastspiel dann am Sonntag beim EHC folgt nur 48 Stunden später (15. März), dann erneut am Pferdeturm das vielleicht schon vorentscheidende Treffen der „Best-of-Five“-Serie.
„Wir müssen versuchen, unser Spiel durchzudrücken, dann bin ich guter Dinge, dass wir gegen das schnelle und lebendige Team eine gute Chance haben, die nächste Runde zu erreichen“, ist dem Carroll Neuwied lieber, als ein erneutes Aufeinandertreffen mit den Scorpions. Nick Bovenschen kehrt in den Indians-Kader zurück, verzichten muss Carroll im ersten Match gegen die Bären auf Werner Hartmann, der gegen die Scorpions seine dritte 10-Minuten-Strafe kassierte und nun gesperrt ist.
Die Langenhagener haben als Tabellensiebter auch die K.o.-Runde erreicht, müssen am Freitag aber zunächst auswärts bei den Tilburg Trappers in den Niederlanden ran. Das Rückspiel steigt dann am Sonntag um 18.30 Uhr in der Eishalle Langenhagen.
Dann hofft Coach Lenny Soccio auf ein deutlich engagierteres Auftreten, als am Sonntag im Derby. „Man kann hier am Turm verlieren, aber so eine fehlende Einstellung, Leidenschaft und Kampfeswillen habe ich als Trainer oder Spieler lange nicht erlebt“, ging der Ex-Nationalspieler mit seinem Team hart ins Gericht: „So hat ein Großteil meiner Mannschaft nichts in der Oberliga verloren.“
Ganz anders hingegen die Indianer. Ein starkes Über- und Unterzahlspiel, zumindest 40 Minuten lang schnelles Umschalten und mit Goalie Boris Ackers ein überragender Rückhalt – das war das Erfolgsrezept in einem unerwartet einseitigen Derby, das mit Handball-Europameister Kai Häfner und den einstigen ECH-Legenden Roman Kondelik und dem jetzigen japanischen Nationalcoach Greg Thomson prominenten Besuch unter den 4.608 Zuschauern hatte.
Bereits beendet ist die Saison für die Scorpions aus der Wedemark, die mit dem abschließenden 5:3-Sieg über den Hamburger SV einen gelungenen Abschluss mit den Fans feiern konnten und die nichts mit dem Abstieg zu tun hatten.

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Die „Wellenbrecher“ auf dem Eis

Hannover (fo). „Wir sind richtig glücklich, mit den Kindern hier sein zu dürfen“, freute sich Gülhan Dumlu, Sozialpädagogin und Einrichtungsleiterin der „Wellenbrecher“. Die „Wellenbrecher“ sind ein außerschulisches Betreuungsprojekt aus der List, Gorch Fock-Straße, vom Kreisjugendwerk. Mit Ihren Kollegen kümmert sich Gülhan Dumlu und Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe und bietet einen pädagogischen Mittagstisch an. Mit Unterstützung des Lions Club „Kurfürstin Sophie“ konnten 41 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren einen Ausflug in Eisstadion am Pferdeturm machen.
Für die meisten Kinder war es die erste Erfahrung mit Schlittschuhen. Und das mit Florian Kraus und Ansgar Preuß auch noch zwei Eishockeyspieler der EC Hannover Indians den Kindern tatkräftig unter die Arme griffen, löste eine Riesenbegeisterung aus.

Laufen mit den Kufencracks der Indians: Ansgar Preuß (links) und Florian Kraus unterstützen Saifan (12) bei ihren ersten Gehversuchen auf Eis. Foto: Oheim

Laufen mit den Kufencracks der Indians: Ansgar Preuß (links) und Florian Kraus unterstützen Saifan (12) bei ihren ersten Gehversuchen auf Eis. Foto: Oheim

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