Hannover 96: Wenn das man gut geht…
Ein Bild mit Symbolcharakter: 96-Verteidiger Hiroki Sakai ist gefrustet nach der Niederlage in Mainz. Foto: deisterpics

Hannover 96: Wenn das man gut geht…

Neue Spieler wollen Martin Kind und Trainer Michael Frontzeck noch nicht

Hannover. Wenn sich die Fans von Hannover 96 in diesen Tagen etwas wünschen dürften, es wäre eine sehr lange Liste, die dabei entstehen würde. Einen guten Stürmer, eine Mannschaft, die nicht so spielt, als sei sie versehentlich in der Bundesliga gelandet, mal wieder einen guten Manager oder einfach nur ein bisschen Hoffnung: All das könnte auf dem Wunschzettel stehen. Doch die Fußball-Bundesliga ist kein Wunschkonzert – und Hannover leider kein „Wunderland“, wie 96-Trainer Michael Frontzeck am Sonntagabend im „Sportclub“ des NDR feststellte. Schade eigentlich, denn viele Beobachter sind nach den ersten drei Auftritten der „Roten“ sicher, dass 96 schon ein mittelgroßes Wunder braucht, um in der Liga zu bleiben.
„Wir sind in Hannover nicht im Wunderland, wo Stürmer auf den Bäumen wachsen“, sagte Frontzeck. Die fehlende Torgefahr ist indes nur ein Grund von vielen, warum die Menschen in Stadt und Region mit hoffnungslosem Blick den Kopf schütteln, wenn sie über die Leistungen der „Roten“ reden. Es stimmt hinten und vorne nicht. „Wie alles im Leben, was wächst, braucht der Umbruch Zeit. Ich bin von unserem Weg weiter absolut überzeugt und werde ihn mit aller Konsequenz gehen“, sagte Frontzeck und erhielt dabei Unterstützung vom Clubchef. „Michael Frontzeck weiß genau, was er will und kann die Situation realistisch einschätzen. Er bekommt Zeit, aber die Zeit ist natürlich nicht unendlich“, sagte Martin Kind nach dem 0:3 in Mainz. Die beiden vertrauen der Mannschaft und sind davon überzeugt, mit ihr bald erfolgreich zu sein. Frontzeck schloss jedoch nicht aus, dass es im nächsten Spiel nach der Länderspielpause am 12. September zu Hause gegen Borussia Dortmund Veränderungen in der Startelf geben wird. Das sind die Alternativen:
Abwehr: Gerade für eine Mannschaft wie 96, die auf schnelles Umschalten setzt, ist eine stabile Defensive enorm wichtig. Diesen Anspruch erfüllten Rechtsverteidiger Hiroki Skai und 96-Kapitän Christian Schulz bislang nicht. Für Schulz könnte Felipe, der auch in der Spieleröffnung Vorteile hat, in die Innenverteidigung rücken. Als Ersatz für Sakai steht Miiko Albornoz zur Verfügung. Der Chilene würde dann auf der linken Seite verteidigen und Oliver Sorg wieder rechts spielen.
Mittelfeld: Die größte Problemzone der „Roten“. Die besten Chancen auf einen Einsatz von Beginn an gegen den BVB hat der Franzose Allan Saint-Maximin. Ob es für Hiroshi Kiyotake nach seinem Mittelfußbruch schon zu einem Einsatz gegen Dortmund reichen wird, ist fraglich. Das sind die beiden Möglichkeiten, um im offensiven Bereich für mehr Spielkultur und Gefahr zu sorgen.
Angriff: Weder Mevlüt Erdinc, noch Charlison Benschop und Artur Sobiech haben in den bisherigen Begegnungen gezeigt, dass sie Bundesligaformat haben. Bleibt die Hoffnung, dass zumindest einer von ihnen den Durchbruch schafft.
Die „Roten“ bestreiten heute (2. September) ein Benefizspiel zugunsten der Robert-Enke-Stiftung gegen den Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Anpfiff im August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen ist um 18 Uhr.
Am Freitag, 4. September, geht es um 17.30 Uhr gegen den Rotenburger SV im Ahe-Stadion (In der Ahe, 27356 Rotenburg/Wümme).

Bildquelle

  • sport_96_Sakai: deisterpics

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