Indians sind raus mit Applaus
Eine von zahlreichen guten Chancen: Indianer Oliver Duris (links) kann sich nicht gegen Peitings Goalie Florian Hechenrieder durchsetzen. Foto: Oheim

Indians sind raus mit Applaus

Play-offs: Ein doppeltes 2:3 gegen Peiting schickt die Rothäute in die Sommerpause

HANNOVER (mk). Es hat nicht sollen sein! Wie schon am Sonnabend mussten sich die Indians im Play-off-Viertelfinale gegen den EC Peiting auch am Ostermontag mit 2:3 beugen und gehen nun hocherhobenen Hauptes in die Sommerpause. Alle Saisonziele wurden mehr als erreicht, aber es bleibt ein kleiner Beigeschmack, denn die Serie gegen Peiting war überraschend ein Duell auf Augenhöhe, in dem durchaus mehr drin gewesen wäre.
Die Treffer von Brad McGowan und Oliver Duris waren am Montag nach einem aufopferungsvollen Kampf bei den Bayern zu wenig. Mit einem abermals überragenden Boris Ackers im Tor, trafen die Rothäute durch McGowan, Andre Gerartz und Lukas Valasek gleich dreimal Pfosten und Latte; Gerartz scheiterte zudem Sekunden vor der Schlusssirene völlig frei vor dem Peitinger Tor.
Dabei hatten die Indians eigentlich schon in Spiel zwei der Serie alle Trümpfe in der Hand. Eigentlich, denn die perfekte Ausgangslage gab das Team von Coach Freddy Carroll beim ersten Aufeinandertreffen in Peiting leichtfertig aus der Hand. Zehn Siege in Folge, nur fünf Gegentreffer in den ersten vier Play-off- Partien, die Indians strotzten vor Selbstvertrauen.
Dann allerdings ließen sie eine fünfminütige Überzahl bei eigener 1:0-Führung Ende des 2. Drittels ungenutzt; die Gastgeber wendeten das Match in der Schlussphase und glichen in der Serie nach dem 1:4 beim Auftakt am Pferdeturm zum 1:1 aus. „Mit einem 2:0 hätten wir wohl den Deckel drauf machen können“, trauerte Carroll der vergebenen Chance nach: „Peiting war platt, hätte dann wohl kaum ins Match zurück gefunden zumal wir defensiv äußerst stabil standen.“ Letztlich wohl der Knackpunkt in einer überraschend ausgeglichenen Serie.
Enttäuschend dann allerdings der Auftakt zu Spiel drei am Sonnabend: „Wir waren quasi in den ersten 25 Minuten gar nicht auf dem Eis; haben eigentlich nicht am Spielgeschehen teilgenommen“, war der Trainer maßlos enttäuscht von einem blutleeren und uninspirierten Auftritt seiner Mannschaft in der Anfangsphase. Das Problem: Als sich die Indians dann entschieden, doch mitzuspielen, hatten die Gäste bereits drei Treffer vorgelegt, der Endspurt reichte dann letztlich nur zu einem 2:3.
„Herz und Wille gerade bei einigen meiner Führungsspieler haben da gefehlt“, zeigte sich Carroll konsterniert: „Das darf gerade in einem Play-off-Spiel nicht passieren.“ Kritik, der sich die Cracks am Montag stellten indem sie einen mitreißenden Fight um jeden Zentimeter lieferten und sich so auf ganzer Linie rehabilitierten. Dennoch: Siegen oder fliegen – die Indians mussten sich leider mit letzterem zufrieden geben.

Bildquelle

  • Oliver Duris kann sich nicht gegen Peitings Florian Hechenrieder durchsetzen: Oheim

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.