Indians wollen sechs Punkte unter dem Tannenbaum
Einen Blick hinter die Kulissen am Pferdeturm: In der Indians-Kabine lassen sich Tim (11), Jan (14) und ihre Mutter Cornelia Schwengler (von links) von Geschäftsführer David Sulkovsky (Mitte) einen Eishockey-Schläger erklären. Foto: Oheim

Indians wollen sechs Punkte unter dem Tannenbaum

Eishockey-Oberliga: Scorpions springen nach Derby-Sieg auf Platz drei

HANNOVER (mk). Mit frischem Schwung in die Eishockey-Festtage rund um Weihnachten und Silvester – das war der Plan, den sich die Cracks der Indians am letzten Wochenende auf die Fahnen geschrieben hatten. Ein Vorhaben, das nur bedingt gelang.
Zwar kehrten die Rothäute vom Pferdeturm nach einem 5:3 bei den Hamburger Crocodiles mit drei Punkten zurück in die Landeshauptstadt; aber das war es auch schon an Positivem. „Ich bin eher sauer als zufrieden“, schimpfte Coach Freddy Carroll trotz des Erfolges: „Wie wir uns in Hamburg präsentiert haben, das ging gar nicht. Wir haben viel zu wenig investiert und können froh über die drei Zähler sein, aber die Art und Weise war unter aller Sau.“
Starker Tobak, aber vielleicht auch ein geplanter Wachrüttler vor den Hammerwochen im Kampf um die begehrten Play-off-Plätze, bei dem die Indians ein wenig in der Bringschuld sind.
„Es ist alles noch dicht beisammen“, so Carroll: „Aber wenn man nicht aufpasst, kann es sehr schnell eng werden.“ Sechs Punkte am nächsten Wochenende sollten es dann schon bitteschön sein; und die Aufgabe klingt zumindest auf dem Papier durchaus machbar.
Nach dem Gastspiel am Freitag bei den Beach Boys in Timmendorf folgt am Sonntag ab 19 Uhr am heimischen „Turm“ das Duell gegen die Harzer Falken, gegen die nach der überraschenden 3:6 Hinspielschlappe in Braunlage Wiedergutmachung angesagt sein dürfte.
Unterstützung erhalten die Rothäute dabei von Verteidiger Dustin Ketzler (19), der in der Vorwoche von den Heilbronner Falken nach Hannover wechselte.
Einen richtig guten Lauf haben derzeit die Scorpions aus Langenhagen zu verzeichnen. Nach dem 10:2 Kantersieg beim Hamburger SV und der 3:2-Derbyrevanche gegen den Namensvetter aus der Wedemark hat sich das Team von Trainer Lenny Soccio auf den dritten Rang vorgearbeitet.
Möglicherweise muss der Deutsche Meister von 2010 am nächsten Wochenende bei FASS Berlin und am Sonntag ab 18.30 Uhr in der Langenhagener Eishalle gegen  Herne allerdings auf Andreas Morczinietz verzichten. Der Sturmleader verletzte sich am Sonntag im Derby nach einem Check und muss eventuell passen.
Nur ein Match haben die „kleinen“ Scorpions am Wochenende zu absolvieren. Das allerdings führt die Jungs von Coach Dieter Reiss mit der Reise zum Tabellenzweiten nach Tilburg zu einem der Top-Favoriten.

Indians-Coach Freddy Carroll. Foto: deisterpics

Indians-Coach Freddy Carroll. Foto: deisterpics

Ein Blick hinter die Kulissen am legendären Pferdeturm

HANNOVER (fo/ck). Einmal einen Blick hinter die Kulissen des Wigwams der Hannover Indians werfen. Für die Gewinner der Adventstürchen-Aktion von hallo Wochenende ging dieser Wunsch in Erfüllung. Am Tag der offenen Tür der Indians am Pferdeturm konnten unter anderem Tim (11), Jan (14) und ihre Mutter Cornelia Schwengler (46) die Kabine der hannoverschen Puckjäger besichtigen und sich von Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky die einzelnen Ausrüstungsgegenstände zeigen und erklären lassen. So war zu erfahren, wie ein Eishockeyschläger bearbeitet wird, welche Belastungen Helm und Schutzgarnituren aushalten müssen – nämlich etwa 170 km/h-Aufprallgeschwindigkeit eines Pucks – und was es mit dem furchteinflößenden Tomahawk in der Kabine auf sich hat. Für Staunen sorgte auch der Handschuhwärmer. Natürlich konnten die Gäste mit Hilfe von Indians-Trainer Freddy Carroll auch einmal einen Eishockeyhelm aufsetzen und abtasten, wie scharf die Schlittschuhkufen tatsächlich sind. Daneben wurde noch aus dem Nähkästchen geplaudert und so manche Anekdote samt diverser Marotten der Eishockeyspieler verraten. Anschließend ging es in den Sprecherturm, in dem bei den Heimspielen der Indians Stadionsprecher Toddy Barton für große Stimmung sorgt. David Sulkovsky erklärte den neugierigen Besuchern dabei auch die Technik der Zamboni genannten Eismaschinen, die mit 70 Grad warmem Wasser das Eis zu einer spiegelglatten Fläche aufbereitet.
Natürlich war auch im restlichen Stadion der Bär los. Beim freien Eislaufen mit den Spielern der Oberligamannschaft gab es reichlich Gelegenheit für Autogramme und gemeinsame Schnappschüsse. Ein Tag, der sich für alle Besucher und die Adventstürchen-Gewinner gelohnt hat.

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