Körperkontakt ist erwünscht beim Bubble Football
Runde Sache: Bastian Dingfeld mit einem Bumper oder auch „Stoßfänger“ genannt. Foto: Bode

Körperkontakt ist erwünscht beim Bubble Football

Mit dem „Stoßfänger“ unterwegs: Bastian Dingfeld erklärt die Trendsportart

Von Mark Bode
Hannover. „Bubble Football? Was ist denn das?“ Diese Reaktionen kennt Bastian Dingfeld. Wenn er erzählt, dass er Bubble Football neuerdings in Hannover anbietet, können viele Gesprächspartner damit zunächst nichts anfangen. „Wenn ich ihnen dann aber ein kurzes Video zeige, wissen sie schnell Bescheid. Viele haben es auch schon vorher schon einmal gesehen.“ Bubble Football, das international auch Bubble Soccer oder Zorb genannt wird, ist eine neue Trendsportart, die sich wachsender Beliebtheit in Deutschland erfreut. Jeder Spieler steckt mit dem Oberkörper dabei in einem sogenannten Bumper – einem großen und durchsichtigen Plastikball. Dieser Bumper (aus dem Englischen, bedeutet soviel wie „Stoßfänger“) hat einen Durchmesser von etwa 1,50 Meter und wiegt gut 15 Kilogramm. Diese Plastikkugel ist oben und unten offen und wird wie ein Rucksack auf die Schulter gesetzt. Und schon kann es losgehen.
„Es gibt keine großen Regeln“, so Dingfeld. Körperkontakt ist beim Bubble Football ausdrücklich erwünscht. Dabei können sich gegnerische Spieler einander sogar wegrammen. „Wenn wir neue Spieler haben, sind sie anfangs meist erst etwas zögerlich. Wenn wir es ihnen aber zeigen, was man beim Bubble Football machen kann, gehen die meisten auch robuster zur Sache“, so der Betreiber. Verletzungen gibt es dabei so gut wie nicht – die Plastikkugel fängt schließlich den Aufprall ab. „Nur grundlos von hinten sollte man niemanden rammen, denn der Gegner hat in dem Moment keine Körperspannung.“ Gespielt wird meist mit vier oder fünf Spielern pro Team. Zum Anstoß begeben sich alle Spieler auf die jeweils eigene Torlinie und stürmen mit Anpfiff auf den am Mittelpunkt liegenden Ball zu. Einen festen Torwart gibt es nicht. Dingfeld, der aus Zeitgründen kaum noch selber spielt, empfiehlt eine Taktik mit einem Rammbock: „Einer schiebt die Gegner aus dem Weg, die anderen können sich dann den Ball zuspielen“, verrät er mit einem Lachen. Er weiß: „Wenn man zehn Minuten mit dem zusätzlichen Gewicht auf dem Rücken spielt, kommt man ganz schön in Schweiß.“

Das ist Bubble Football

Bubble Football stammt ursprünglich aus Skandinavien. „Ich habe vor knapp drei Jahren im Fernsehen einen Bericht dazu gesehen. „Ich fand das gleich faszinierend“, so der 21-jährige Bastian Dingfeld. „Ziel ist es nicht nur, Fußball zu spielen, sondern auch eine Menge Spaß dabei zu haben.“ Seit September vergangenen Jahres bietet Dingfeld Bubble Football in Hannover an. Spielorte sind der Soccerpark in Wülfel und im Sommer der Rasenplatz des Postsportvereins. Die Mindestgröße für Spieler liegt bei 1,60 Meter. Kleinere Spieler haben keine Chance, sich schnell fortzubewegen, da sie nahezu komplett in dem Bumper stecken. Da die Röhre für den Spieler im Bumper recht schmal ist, rät Dingfeld dazu, nur bei einem Gewicht bis zu 100 Kilogramm zu nutzen. Nähere Informationen bei Bastian Dingfeld per E-Mail an info@bubblefootballhannover.de und im Internet
❱❱ www.bubblefootballhannover.de

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