Korkut will keine Überraschungen
Eingehakt: 96-Torschütze Jimmy Briand (vorn) ließ sich von seinem Pilsener Gegenspieler nicht aufhalten.

Korkut will keine Überraschungen

Für den 96-Trainer ist Stabilität das A und O / Briand mit Blitztor im Test gegen Pilsen

 

Belek. Heute ist Hannover 96 wieder in Deutschland. Das zehntägige Trainingslager im türkischen Belek hat sich aus Sicht von Chefcoach Tayfun Korkut gelohnt. Trotz des Dauerregens an vielen Tagen war der Trainingsplatz  in einem Topzustand. Sicherlich auch deshalb hält sich die Liste der angeschlagenen Spieler bisher in Grenzen. Edgar Prib hat sich seinen Muskelfaserriss beim Test gegen Basaksehir Istanbul zugezogen.  Einige Tage kürzertreten mussten Jan Schlaudraff (Knieprobleme) und Valmir Sulejmani. Hiroki Sakai kam erst mit vier Tagen Verspätung nach seinem Babyurlaub an, machte aber einen frischen Eindruck. „Er hat ein bisschen was gemacht in Japan“, sagte Korkut, „das merkt man.“
Bei seinem Fazit sprach Korkut über Trainingsinhalte, Problempositionen und die Nachwuchsspieler:
Belastung: „Wir haben schon in Hannover sehr intensiv trainiert. Wir fangen  immer mit dem Ball an, am Ende hatten wir Läufe, das ist eine mächtige Belastung. Diese Läufe hatten wir auch in den ersten Tagen hier, wir müssen jetzt sehen, dass wir das Training qualitativ hoch halten.“
Tempo: „Wenn man kombinieren will, muss der Ball die Geschwindigkeit haben. Man braucht ein gutes Druckpassspiel. Das fordern wir immer wieder ein. Das sind Abläufe, die uns Stabilität im Spiel geben sollen.“
Stabilität: „Basics sind wichtiger, als immer wieder etwas Neues hereinzubringen. Damit hat man in schwierigen Momenten im Spiel auch einen Halt. Alle Trainingseinheiten sind dazu da, dass wir stabiler werden. Dass wir in Momenten, in denen wir angreifen, schon unsere Defensive vorbereiten und uns nicht überraschen lassen durch Kontersituationen. In der Bundesliga-Hinrunde ist uns das leider einige Male passiert.“
Probleme auf der linken Mittelfeldseite nach den Ausfällen von Kiyotake (Asien-Cup) und Prib: „Optionen haben wir. Miiko Albornoz kann eine sein, aber auch einer der jungen Spieler. Leonardo Bittencourt hat sehr viele Spiele auf dieser Position gemacht, ist also ein heißer Anwärter. Er ist allerdings ein anderer Spieler als der ,Eddy‘, weil er ein Rechtsfuß auf der linken Seite ist. Dadurch verlieren wir die Variabilität mit zwei Linksfüßlern auf der Seite.“ (Hinten links spielen entweder Albornoz oder Christian Pander).
Die sechs jungen Spieler im Kader (Timo Königsmann, Fabian Pietler, Valmir Sulejmani, Sebastian Ernst, Tim Dierßen und Mike Bähre): „Sie haben das Potenzial dazu und es auch alle verdient, hier zu sein. Die Jungs müssen noch viel lernen, das wissen sie. Das können sie durch die tägliche Trainingsarbeit mit uns – von uns Trainern und von erfahrenen Spielern. Sie müssen das als große Chance sehen. Eins steht fest: Ich werde sie nicht zu Profis machen. Ich werde für einen jungen Spieler die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen, letztlich entscheidet aber jeder selbst darüber, ob er den Schritt mit voller Konsequenz geht.“

96 macht viel Druck
Das sah doch schon recht ordentlich aus, was Hannover 96 beim 1:0-Testspielsieg gegen Viktoria Pilsen am Montag zustande brachte – das Tor erzielte Jimmy Briand bereits nach 2:25 Minuten. Hinten lässt das Team kaum etwas zu und nach vorne läuft das Kombinationsspiel schon recht gut. Das viele Taktiktraining der vergangenen Tage im Trainingslager scheint sich auszuzahlen, die einzelnen Mannschaftsteile harmonieren ordentlich. 96 drückte gegen Pilsen vom Anpfiff an aufs Tempo, der Ball lief dabei häufig direkt. Es war der dritte Test des Trainingslagers, der zu null endete „Fußballerisch war das sehr, sehr gut, was wir geboten haben“, sagte 96-Coach Tayfun Korkut.
„Aber wir müssen einfach mehr Tore schießen.“ Eine weitere Möglichkeit dazu hatten die „Roten“ gestern im letzten Testspiel gegen den FC Aarau (nach Redaktionsschluss).

Eingehakt: 96-Torschütze Jimmy Briand (vorn) ließ sich von seinem Pilsener Gegenspieler nicht aufhalten.Quelle: Treblin

Eingehakt: 96-Torschütze Jimmy Briand (vorn) ließ sich von seinem Pilsener Gegenspieler nicht aufhalten.

96-Trainer Tayfun Korkut (kl. Bild) zeigt sich über die Spielweise seines Teams schon recht zufrieden.Quelle: Treblin

96-Trainer Tayfun Korkut (kl. Bild) zeigt sich über die Spielweise seines Teams schon recht zufrieden.

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  • Trainingslager: Treblin
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