Am liebsten spielt er Fußball
Soll Hannover 96 auf dem Weg nach oben in der Tabelle der Fußball-Bundesliga helfen: Der neue protugiesische Rechtsverteidiger João Pereira.

Am liebsten spielt er Fußball

96-Neuzugang João Pereira über die Mannschaft, Deutschkenntnisse und seine Fitness

HANNOVER. João Pedro da Silva Pereira, genannt João Pereira ist der neue Rechtsvereidiger von Hannover 96. Er ist am 25. Februar 1984 in Lissabon geboren und 40-facher portugiesischer A-Nationalspieler. Zuletzt war er beim spanischen Erstligisten FC Valencia unter Vertrag, wurde aber aufgrund von persönlichen Vorbehalten des Valencia-Trainers Nuno im vergangenen halben Jahr nicht mehr eingesetzt. Bei den „Roten“ hat er zunächst einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2015 unterzeichnet und soll mit seiner Erfahrung für mehr Ordnung in der Defensive sorgen. Dies könnte auch schon beim gestrigen Spiel gegen Mainz (nach Redaktionsschluss) und am Sonnabend beim Hamburger SV (Anstoß ist um 18.30 Uhr) von Nöten sein. Gerade auf der rechten Seite spielte Hiroki Sakai bisher ohne Konkurrenz und des Öfteren schon sehr unsicher. Bei seiner Vorstellung sprach Pereira über seine neue Mannschaft, seine Deutschkenntnisse, seinen früheren Mitspieler Mustafi und seine Fitness.

Herr Pereira, Sie haben jetzt einige Trainingseinheiten mit der Mannschaft hinter sich. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?
João Pereira: Sehr, sehr positiv. Der Verein und auch die Mitspieler haben mich hervorragend empfangen. Es wird auf höchstem Niveau gearbeitet.

Sie sind Portugiese, wie ist die Verständigung?
Pereira: Natürlich spreche ich noch nicht so viel Deutsch. Guten Morgen. Guten Tag. Danke. Tschüss. Aber ich kann mit meinen brasilianischen Kollegen auf Portugiesisch sprechen, mit anderen auf Spanisch, mit den deutschen Spielern meistens auf Englisch.

Haben Sie sich das 96-Spiel „auf Schalke“ am Sonnabend im TV angesehen?
Pereira: Ja. Ein Unentschieden war auf jeden Fall drin. Uns hat nur das letzte Quäntchen Glück gefehlt. Der Auftritt hat mir gefallen: Wir sind eine Mannschaft, die voll auf den Ballbesitz geht, die den Ball laufen lässt, die sofort umschaltet.

Sie haben bei der WM in Brasilien alle Spiele mit Portugal bestritten, danach beim FC Valencia ein halbes Jahr lang gar keines. Wie kam das?
Pereira: Ich hab nach der WM noch einmal für Portugal gespielt, danach gar nicht mehr. Ich möchte aber nicht so sehr darauf eingehen, das ist Vergangenheit. Es waren sechs Monate, in denen ich nicht tun konnte, was ich am liebsten tue, nämlich Fußball spielen.

Hat Ihre Form darunter gelitten?
Pereira: Ich habe trotzdem in der Zeit sehr hart trainiert und an mir gearbeitet. Damit ich, wenn ich die Chance habe, auf dem Platz zeigen kann, was ich kann. Nun bin ich hier in Hannover, um auf dem Platz zu stehen.
Haben Sie sich vor dem Wechsel nach Hannover mit ihrem damaligen Mitspieler Shkodran Mustafi, dem deutschen Weltmeister, über 96 und die Bundesliga unterhalten?
Pereira: Klar, er hat mir nur gute Sachen berichten können. Und für mich war sofort klar, als ich vom 96-Interesse hörte, dass ich dem Ganzen positiv gegenüberstehe.

Sie haben dennoch nur einen Vertrag bis zum 30. Juni in Hannover. Planen Sie längerfristig hier zu bleiben?
Pereira: Das erste Ziel muss für mich sein, dass ich gut arbeite und mich gut in die Mannschaft integriere. Ich muss hart arbeiten, um spielen zu dürfen. Erst danach trifft der Verein eine Entscheidung.

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