McGowan ist der neue Hoffnungsträger
Artistische Einlage: Indians-Kapitän Sebastian Lehmann (links) fliegt an Andreas Nickel (Erfurt Dragons) vorbei. Foto: deisterpics

McGowan ist der neue Hoffnungsträger

Eishockey-Oberliga: Kanadier soll die Offensive der Indians verstärken / Am Freitag ist der HSV zu Gast

HANNOVER (mk). Der erste Derbysieg der neuen Saison ging an die Scorpions. In der Neuauflage des Nord-Vorjahresfinales in der ausverkauften Langenhagener Eishalle behielt der Titelverteidiger um Kapitän Andreas Morczinietz am Freitag glücklich mit 3:2 die Oberhand und schickte die Indians mit einem dicken Hals nach Hause an den heimischen Pferdeturm.
„Wir waren über weite Strecken die klar bessere Mannschaft und stehen nun mit Wut im Bauch und leeren Händen da“, trauerte Chefcoach Freddy Carroll den vergebenen Chancen nach, nachdem die Gastgeber das Match mit drei Toren binnen 141 magischen Sekunden gekippt hatten: „Die Tore waren alle vermeidbar. Aber vielleicht war es auch ein bisschen ein Kraftproblem für unseren Minikader.“
Nach wie vor muss Carroll eine ganze Reihe von Stammkräften ersetzen, umso wichtiger, dass mit Brad McGowan noch ein Blitzeinkauf zur Stärkung der Offensive getätigt werden konnte.
„Ich habe am Montag mit ihm telefoniert und ihm seine Perspektiven hier bei uns aufgezeigt und am Dienstag hat er bereits im Flugzeug gesessen“, so Carroll. Im Derby konnte der 25-jährige kanadische Center seine Fähigkeiten zwar andeuten, aber noch nicht vollends zur Geltung bringen.
„Er hatte noch den Jet Lag in den Knochen und noch keine Abstimmung mit seinen Nebenleuten“, wusste Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky: „Ich denke, in zwei bis drei Wochen werden wir dann viel Freude mit ihm haben.“
Am Freitag geht es für die Indians nun um 20 Uhr am Pferdeturm gegen den Hamburger SV zur Sache, am Sonntag folgt dann das Gastspiel in der Hauptstadt bei den Berliner Preussen.
Die Scorpions wollen ihre ausgezeichnete Ausgangsposition ebenfalls am Freitag um 20 Uhr im Mellendorfer IceHouse beim „kleinen Derby“ gegen den Namensvetter aus der Wedemark weiter ausbauen.
Während sich das Team von Trainer Lenny Soccio voll auf diese Begegnung konzentrieren kann und dann am Sonntag spielfrei ist, steht für die Mellendorfer dann die Reise zu den Black Dragons aus Erfurt auf dem Programm.

2-spaltig-2015-09-28.indd

„Wir sind trotz der Ausfälle auf Kurs“

HANNOVER (ck). Im ersten Derby der Eishockey-Oberliga-Saison gegen die Scorpions aus Langenhagen gab es für die Hannover Indians eine knappe 2:3-Niederlage. Trotzdem war Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky (Foto) nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Rothäute. Im Kurzinterview sagt er, warum.

David Sulkovsky, mal ehrlich – wie bitter schmerzt die Derbyniederlage bei den Scorpions?
David Sulkovsky: Es geht, da wir wirklich ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht haben. Gerade im ersten Drittel, als das Team die Vorgaben des Trainers gut umgesetzt hat. Es war ein sehr faires Spiel, aber die ein oder andere Strafzeit hat den Spielfluss doch kaputt gemacht. Die Scorpions waren der glückliche Gewinner, weil sie ihre Chancen einfach besser genutzt haben.

Neu bei den Indians ist Bradley McGowan. Wie sind die ersten Eindrücke?
Sulkovsky: Bradley hat eine sehr gute Spielübersicht und ist technisch sehr gut an der Scheibe. Das, was wir von ihm gehört und erwartet haben, hat sich im vollem Umfang erfüllt. Wenn jetzt noch die mannschaftlichen Abläufe bei ihm verinnerlicht sind, kann er sein volles Potential ausspielen.

Wie fällt Ihr Zwischenfazit der Saison bisher aus?
Sulkovsky: Unsere Ausfälle wiegen schon schwer, da es sich bei Pohanka, Noack und Reiss um wichtige Spielerpositionen handelt. Von daher bin bin ich bisher mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden und wir sind absolut auf Kurs.

David Sulkovsky

David Sulkovsky

Bildquelle

  • Indians-Erfurt: deisterpics

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.