Neuer Coach, neuer Vorstand bei Damla Genc

Neuer Coach, neuer Vorstand bei Damla Genc

Der SV Damla Genc versucht einen Neuanfang. Der abstiegsbedrohte Fußball-Bezirksligist will mit einer neuen Struktur den Klassenerhalt schaffen – und sich für die Zukunft breiter aufstellen.Der SV Damla Genc hat einen neuen Coach. Wenn die Spieler am 18. Januar das Training wieder aufnehmen, wird mit Marcus Olm ein in der Region Hannover nicht ganz unbekannter Trainer die Übungen leiten: Unter anderem stand er bereits für die U 19 von Hannover 96, den OSV und die TuS Wettbergen an der Seitenlinie. Zuletzt war er beim ASC Nienburg. Olm folgt damit dem ehemaligen ASC-Vorsitzenden Ertunc Malkoc, den Damla-Vorstand Hüseyin Aydin bereits im vergangenen Herbst nach Hannover gelockt hatte. „Es ist wichtig, dass der Verein neu aufgestellt wird“, sagt Aydin. Jetzt ist Malkoc erster und Aydin zweiter Vorsitzender. „Wir haben hier viel vor“, erklärt Aydin. In der Vergangenheit sei zu viel nur in die erste Mannschaft investiert worden. Das soll sich jetzt ändern.

„Wir brauchen eine vernünftige Nachwuchsarbeit von der G- bis zur A-Jugend“, meint Aydin. „Ein Behindertenteam haben wir schon aufgebaut, jetzt wollen wir auch ein Frauenteam ins Leben rufen.“ Malkoc, so Aydin, stehe für die „deutschen Tugenden“, die nötig seien, eine derartige Neuausrichtung anzugehen. Gemeinsam mit dem neuen ersten Vorsitzenden habe Aydin nach einem Trainer für die akut abstiegsbedrohte Bezirksliga-Mannschaft Ausschau gehalten. Dabei seien sie dann recht schnell auf Marcus Olm gekommen.
„Wir müssen einen Strukturwechsel hinbekommen“, sagt Olm, „und einen Imagewechsel gleich mit.“ Ab jetzt beginne alles bei null: „Wir wollen einen sportlichen Neuanfang starten. Und ich gehe die Sache vollkommen unvoreingenommen an.“

Einfach wird der angepeilte sportliche Neuanfang allerdings nicht. Schließlich steht Damla Genc mit nur neun Punkten aus 17 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz der Bezirksliga 2. „Man muss realistisch sein“, sagt Olm, „derzeit ist die Wahrscheinlichkeit eines Abstiegs größer als die Wahrscheinlichkeit des Klassenerhalts.“ Nötig seien für den Nichtabstieg ungefähr 30 Punkte, was bedeute, dass das Team bis zum Saisonende pro Partie im Schnitt gut zwei Punkte machen müsse – was schon arg schwierig sei.

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