Niedersachsen Döhren in der Verfolgerrolle

Niedersachsen Döhren in der Verfolgerrolle

Döhren. An einen geregelten Ablauf des Spielplans ist im gesamten Fußballraum Hannover in dieser Vorrunde nicht zu denken gewesen. Lediglich 13 Spiele hat Niedersachsen Döhren in der Bezirksliga 3 absolvieren können und liegt damit sogar im Schnitt noch gut. „Es ist im gesamten Amateurbereich sehr unbefriedigend für Trainer und Spieler“, sagt Döhrens Coach Till Uhlig. So ein Jahr hat zur Folge, dass die Ostertermine jetzt schon voll sind.“ Wenn die für Februar angesetzten Nachholspiele aufgrund der Witterung wieder nicht stattfinden können, kommen sicherlich Wochenspieltage auf die Vereine zu. Uhlig mag gar nicht daran denken, wenn er mit seinem Team auf einem Dienstagabend nach Hameln fahren müsste. Für ihn ist daher die Maßnahme der Stadt, 13 Kunst­rasenplätze für Vereine auszuschreiben, der richtige Weg. „Es kann aber nur der Anfang sein. Denn aufgrund des Klimawandels wird so ein Jahr keine Ausnahme bleiben.“
So groß der Frust über die zahlreichen Spielausfälle auch ist, mit dem bisherigen Saisonverlauf ist der Trainer durchaus einverstanden. „Das war keine überragende Runde von uns, aber wir haben uns mit einer ordentlichen Saison in eine gute Jägerrolle gebracht“, so Uhlig. Mit 24 Punkten rangiert sein Team auf dem fünften Platz. Spitzenreiter Hemmingen-Westerfeld hat drei Spiele mehr absolviert und 34 Zähler dabei eingesammelt. „Die ersten fünf Mannschaften können am Ende alle ganz oben stehen“, sagt Döhrens Coach. „Es kommt einzig auf die Konstanz an.“
Und die hat er bei seinem Team in zwei Spielen vermisst. Dazu zählte das torlose Remis in Kirchdorf. „Das hätten wir aufgrund der Vielzahl an Chancen mit 4:0 gewinnen können. Aber solche Tage gibt es.“ Und es zählte das 1:3 gegen Blaues Wunder dazu. Dieser Ausgang wurmte Uhlig gleich mehrfach. Denn sein Team wollte unbedingt spielen, verlegte die Partie bewusst auf den Kunstrasen in Hemmingen, musste dafür Umsatzeinbußen hinnehmen und die Mannschaft zeigte dann auch noch eine blutarme Vorstellung.
Uhlig hofft, dass die Mannschaft aus diesem Fehler der Überheblichkeit gelernt hat. Auch wenn er betont, dass der Verein nicht zwingend aufsteigen muss, so ist jeder ehrgeizig genug, um die Landesliga anzustreben. „Es gibt im Verein aber gar keinen Druck“, sagt der Trainer. Viel wichtiger ist es, eine junge Mannschaft zu entwickeln. Immer mehr Studenten kommen nach Hannover. Und wer im südlichen Raum beheimatet ist, schließt sich gerne den Döhrenern an. „Wir müssen gar nicht mehr viel nach neuen Spielern suchen, viele melden sich von alleine bei uns“, sagt Uhlig. Das gute Klima hat sich herumgesprochen. Der Verein scheint attraktiv zu sein – auch ohne großes Geld verdienen zu können. „Die Spieler bekommen nur eine kleine Aufwandsentschädigung“, betont der Coach. Der Klub fährt damit gut. Und auch im Trainerteam setzen die Verantwortlichen auf Kontinuität und lokale Verbundenheit. Uhlig ist in seinem neunten Jahr Cheftrainer, als Assistenten stehen ihm der langjährige Kapitän Max Krüger und der frühere Torwart Sebastian Trambauer zur Seite. Oliver Menges kümmert sich zudem um den administrativen Bereich. „Das ist ein cooles Team“, sagt Uhlig. Ein Team, das mit Herzblut bei der Sache ist.

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