Selten war ein 96-Sieg verdienter
Schulle freut sich

Selten war ein 96-Sieg verdienter

Hannoveraner schlagen Hamburger SV mit 2:1

HANNOVER. Da fielen den Fans von Hannover 96 die Steine gleich reihenweise von den Herzen. Im Nordderby setzten sich die Roten vor 49.000 Zuschauern verdient mit 2:1 (1:0) gegen den Hamburger SV durch.Ausgerechnet zum Nordderby fielen Szabolcs Huszti (gelbgesperrt) und Andre Hoffmann (rotgesperrt) aus. Der Rücken von Sébastien Pocognoli spielte zudem auch nicht mit, zudem fehlten die Langzeitverletzten Mame Diouf und Artur Sobiech. Gut, dass Manuel Schmiedebach nach seiner Rotsperre und Geburtstagskind Hiroki Sakai, er wurde 24, nach Knieproblemen wieder dabei waren.

Die große Frage war, wie würden sich die Roten nach dem leidenschaftslosen 0:3 bei Eintracht Braunschweig präsentieren? Das war ganz schnell und überzeugend beantwortet. Vom Anpfiff weg zeigte die Elf von Trainer Tayfun Korkut das, was man zuvor so vermisst hatte. Da wurde um jeden Ball gekämpft, schnell nach vorne gespielt und ergaben sich Tormöglichkeiten in einer Fülle, wie man es lange nicht mehr gesehen hatte. Kein Wunder, dass der Funke ganz schnell auf die Ränge übersprang.
Kapitän Lars Stindl ging voran und es hätte seine Halbzeit für die Fußball-Geschichtsbücher werden können. Er hatte genug Möglichkeiten, um die Hanseaten im Alleingang abzuschießen. In der 9. Minute erzielte Stindl nach einer Flanke von Edgar Prib per Kopf die schon zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung. Die gab Selbstvertrauen. Hamburgs Rafael van der Vaart schlug einen Kopfball von Didier Ya Konan (26.) nach Ecke von Christian Pander von der Torlinie, Leonardo Bittencourt traf aus 18 Metern den Pfosten (31.). Der HSV wurde nur durch Jacques Zoua gefährlich (21.).

Hälfte zwei begann mit einem Schock. Per Freistoß, Pander soll Hand gespielt haben, erzielte Hakan Calhanoglu (48.) den überraschenden Ausgleich. Die 96-Dominanz ging erst einmal verloren, die Partie wurde ausgeglichener. Eine Stindl-Chance (62.) leitete die Wende ein. Die Roten drückten wieder und kamen durch Andreasen (63.), Stindl (65.) und Bittencourt (65.) gefährlich vor das HSV-Tor.

Die Spielzeit verstrich, aber das erlösende zweite Tor für 96 wollte nicht fallen. Ein Pander-Schuss aus 17 Metern verfehlte sein Ziel deutlich. Die späte Einwechslung von Artjoms Rudnevs (83.) zahlte sich fast unmittelbar aus. Ein Schuss des ausgeliehenen Stürmers wurde abgewehrt, doch Ya Konan krönte seine Leistung mit dem 2:1 (86.).
Auftsellungen

Hannover 96: Zieler – Sakai, Marcelo, Schulz, Pander (83. Rudnevs) – Schmiedebach, Andreasen – Bittencourt (90. Sané), Stindl, Prib – Ya Konan

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