Tischtennis-Jugend vom SV Arminia hat  Aufstieg geschafft
Ganz stark an der Platte: Arminias Tischtennis-Toptalent Max Grote in seinem Element. Foto: us

Tischtennis-Jugend vom SV Arminia hat Aufstieg geschafft

Der Tischtennisnachwuchs spielt jetzt in der Niedersachsenliga

Der Tischtennis-Nachwuchs von Arminia Hannover hat es geschafft: Beim Relegationsturnier in Oldendorf jeweils mit 6:2-Siegen über den TTC Harsum und Hundsmühler TV den Aufstieg in die Niedersachsenliga geschafft. Fast alle im Verein fieberten mit. „Wir hatten sogar extra einen WhatsApp-Ticker eingerichtet“, sagt Jugendwart Jens Wiegmann.
Für ihn ist „ein Traum in Erfüllung gegangen.“ In der höchsten deutschen Jugendklasse zu spielen, habe einen hohen Stel-lenwert. Die Erfolgsstory begann 2012. Obwohl Jugendarbeit bei Arminia Tradition hat, war man an einem Tiefpunkt. „Wir hatten aus unterschiedlichen Gründen nur noch zehn Kinder und hätten bloß noch eine Mann-schaft melden können“, so Wiegmann. Mit Spartenleiter Torsten Sonnemann und Damenwartin Eva Lietzenberger  organisierte er kurzerhand einen Ortssentscheid der bundesweiten Mini-Meisterschaften.
Mit einem überwältigenden Erfolg. „Man hat mich ausgelacht, als ich glaubte, nach den Sommerferien 30 Kinder in die Halle zu locken“, erinnert sich Wiegmann. Das Ziel wurde spielend geschafft und heute zählen die „Blauen“ mit 60 Jugendlichen zu den Top 10 in Niedersachsen. Zur neuen Saison werden neun Mannschaften gemeldet.
Dahinter steckt harte Arbeit eines großen Trainerteams. Das Besondere: Die meisten arbeiten ehrenamtlich ohne Bezah-lung. „Wir sind zehn Verrückte, die Spaß an der Jugendarbeit haben“, betont Wiegmann. Außerdem bringen sich alle Erwachsenen als Helfer und Trainingspartner ein.
Mit Nikolas Misera zählt sogar ein Spieler von Hannover 96 zum Trainerteam. Das Verhältnis zu den Roten sieht Wiegmann nicht als Rivalität, sondern „positiv befruchtend. Seit ich im Jugendausschuss des Re-gionsverbandes bin, habe ich gelernt, über den Tellerrand zu schauen.“
Angst vor Abwerbung hat er nicht, zumal durch etliche Aktivitäten außerhalb des Trainings veine hohe Identifikation mit dem Verein geschaffen wurde. Jährliche Höhepunkte sind die Teilnahme an den Andro-Kids-Open in Düsseldorf – das größte Turnier in Deutschland – und demnächst wieder die Jugendfreizeit in Jever in den Sommerferien.
Die Arbeit lohnt sich, Talente wie Max Grote (13) und Thorben Kühne (12), die beide durch die Mini-Meisterschaft zum Tischtennis kamen, sorgen in-zwischen auf Landesebene für Schlagzeilen. Eigentlich will Wiegmann aber keinen seiner Spieler herausheben. „Alle sind geil darauf, besser zu werden.“
Im Sog der Jugend verdoppelte sich die Mitgliederzahl der Sparte in den vergangenen drei Jahren von 60 auf 120. Einen großen Anteil daran hat Immo Otte mit der Gestaltung der Internetseite
❱❱ www.sv-arminia-hannover.de
Allerdings hat der Erfolg auch eine Schattenseite, denn, so betont Jens Wiegmann: „Wir sind an unserer Grenze angelangt und bräuchten dringend weitere Hallenzeiten.“ dv

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