„Wir planen keinen Verkauf von Salif Sané“

„Wir planen keinen Verkauf von Salif Sané“

Die Hinrunde der Bundesliga ist abgeschlossen. Hannover 96 überwintert mit seiner neuformierten Mannschaft auf dem achten Tabellenplatz. Der Rückstand zu den Europa-League- und Champions-League-Rängen beträgt nur drei Zähler. Das Wochenblatt sprach mit 96-Boss Martin Kind.

War das 2:2 bei Freiburg mit seinen Höhen und Tiefen ein Spiegelbild der Hinrunde?

Wichtig ist, dass wir in der ersten Halbzeit die positive Entwicklung des Spielerischen deutlich erkennen konnten und die Elf den Willen und die Moral gezeigt hat, nach einem Rückstand, immerhin 0:2, noch ein Unentschieden zu erreichen. Im Moment zählen nicht die Ergebnisse alleine, sondern auch die Entwicklung des Teams. Die ist positiv und die Erwartungen sind optimistisch. Das ist im weitesten Sinne auch die Bilanz der Hinrunde.

Tayfun Korkut ist seit einem Jahr Trainer. Ihr Zeugnis?

Uneingeschränkt positiv. Er weiß, was er will, arbeitet hart, ist offen, konstruktiv und stets bereit, die Verantwortung anzunehmen. Im Ergebnis hat er alle Erwartungen voll erfüllt.

Für welche Positionen würden Sie nun Handlungsbedarf sehen?

Das werden wir noch einmal diskutieren, ob es wirklich Handlungsbedarf gibt. Man muss sehen, dass der Markt im Winter sehr eingeschränkt ist. Zudem bedeutet jede Neuverpflichtung, dass Spieler unter Umständen ihren Stammplatz verlieren. Ich glaube, eine Stärke der Hinrunde ist, dass wir die mannschaftliche Motivation und Geschlossenheit haben. Das ist ein hohes Gut.

Auf der Liste der Spieler, die abgegeben werden sollen, fehlt einer, der vor noch nicht langer Zeit draufgestanden hätte. Was wird mit Salif Sané?

Das war die öffentliche Wahrnehmung. Der Trainer hat entschieden, dass Sané eine weitere Chance bekommt. Ich habe das ausdrücklich begrüßt. Der Spieler hat klar angedeutet, dass er die nutzen will. Ein Weiterverkauf ist nicht geplant. Lars Stindl wird immer stärker.

Sehen Sie die Chance einer Vertragsverlängerung?

Sportdirektor Dirk Dufner hat mit dem Berater vereinbart, im ersten Quartal 2015 Gespräche zu führen. Wir sind deutlich interessiert, mit Lars Stindl zu verlängern. Er weiß um seine Bedeutung hier in Hannover.

Wie ist 96 für die kommenden Jahre aufgestellt?

Wir haben im Juli 2014 einen Umbruch eingeleitet. Diesen werden wir in der nächsten Saison fortsetzen, immer mit dem Ziel, das Team zu stabilisieren, aber auch weiterzuentwickeln. Das ist ein Prozess und wird vielleicht noch zwei Spielzeiten erfordern. Es braucht Geduld, man muss vernünftig sein und immer mal wieder auch Rückschläge hinnehmen.

Und wirtschaftlich?

96 steht in der Zwischenzeit stabil da, sodass wir bei allen Entscheidungen handlungsfähig sind. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass wir die Planungen für das neue Nachwuchsleistungszentrum abgeschlossen haben, 15 Millionen Euro netto investieren werden. Wir können dies wirtschaftlich stressfrei entscheiden.

Hat sich das Saisonziel verändert?

Nein, es bleibt dabei, ein einstelliger Tabellenplatz mit Blick auf einen internationalen Rang.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.