Hannover will „jünger“ werden
Die jungen Mountainbiker Ricardo, Lukas und Jeffry (von links) helfen Ralf vom Grünflächenamt (im gelben Anzug) bei der Gestaltung der „Dirtline“. Foto: Schmücking Goldmann

Hannover will „jünger“ werden

Landeshauptstadt für Bundesprojekt „Jugendgerechte Kommune“ ausgewählt

Hannover (cle). Erfolg für Hannovers Stadtväter: Die Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ in Berlin hat die niedersächsische Landeshauptstadt aus insgesamt 48 Bewerbungen als eine von 16 Referenzkommunen im Bundesgebiet für das Bundesprojekt „Jugendgerechte Kommune“ ausgewählt. „Das ist eine Anerkennung unserer Jugendarbeit“, ist sich Stadtsprecherin Konstanze Kalmus sicher. „Und natürlich auch der Schlüssigkeit unseres Antrages“, fügt sie hinzu.
Unter dem Motto „Jugend lebt Stadt – Hannover auf dem Weg zu einer jugendgerechten Kommune“ hatte sich Hannover beworben. Ziel ist, das Thema in den nächsten Jahren stärker als bisher in der Kommunalpolitik zu verankern.
„Bereits die Aufnahme in das Programm ist eine große Auszeichnung für die Jugendarbeit in Hannover“, freut sich auch Stadtjugendpfleger Volker Rohde über die Entscheidung der Koordinierungsstelle in Berlin. „Wir wollen im Rahmen des Programms Jugendliche noch direkter an Entscheidungen zur Stadtentwicklung beteiligen“, formuliert Rohde das Ziel der Stadt. „Es geht darum, wie Jugendliche Raum im öffentlichen Raum bekommen“, erläutert Kalmus und verweist auf den Skate-Plätze und den Mountainbike-Parcours in der Eilenriede.
Mit der Auswahl Hannovers ist die enge Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle und den anderen 15 Kommunen im Bundesgebiet verknüpft. Innerhalb der kommenden drei Jahre sollen spezifische Beteiligungs- und Teilhabemöglichkeiten entwickelt und ausprobiert werden. Die Erfahrungen sollen dann mit den anderen Kommunen ausgetauscht werden. Die Koordinierungsstelle fördert die Kommunen durch Seminare, Begleitung, punktuelle finanzielle Förderung von Maßnahmen und die Vermittlung von Beratungs- und Qualifizierungsangeboten.
Die Bewerbung für das Projekt wurde von über 30 Vereinen, Verbänden, Jugendinitiativen, kommunalen Jugendeinrichtungen und Bildungsinstitutionen unterstützt. Interessierte Einrichtungen können jedoch jederzeit hinzukommen, ja sind sogar ausdrücklich erwünscht.
Wer Interesse an einer Mitarbeit hat, kann sich bei der Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Jugend und Familie, Bereich Kinder und Jugendarbeit unter der Telefonnummer (0511) 168-4 10 14 bei Michael Kiklas informieren.

Mountainbikeparcours: Dirtline gebaut

Waldhausen (wsg). Ein gutes Beispiel für ein Projekt mit der Beteiligung Jugendlicher ist der Mountainbikeparcours in der Eilenriede. Im Frühjahr haben junge Arbeiter vom städtischen Grünflächenamt damit begonnen, die 2000 Quadratmeter große Fläche in Waldheim zu gestalten – mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Mountainbiker. Jetzt, in den Herbstferien, wurde der letzte Teil, die sogenannte „Dirtline“, die spektakuläre Sprünge erlaubt, fertiggestellt. Und wieder griffen Jugendliche und junge Erwachsene zur Schaufel und halfen mit.

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