Hannover wird immer beliebter
Eine Frau liegt auf einem Steg in Steinhude und geniesst die Sonne. Im Hintergrund ist die Insel Wilhelmstein zu sehen. Foto: Alexander Körner

Hannover wird immer beliebter

Stadt und Region legen erstmals gemeinsame Tourismusstudie vor

Von Heike Schmidt
Hannover. Der Tourismus in Stadt und Region Hannover wird zu einem immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor. Allein im vergangenen Jahr ist ein Nettoumsatz von 2,3 Milliarden Euro erzielt worden. Rein rechnerisch leben inzwischen 38.000 Menschen vom Tourismus in Hannover. Das geht aus einer Studie hervor, die die Wirtschaftsförderung der Region Hannover und die Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) erstmals gemeinsam für das Jahr 2014 herausgegeben haben.
Für dieses Jahr rechnet HMTG-Geschäftsführer Hans Christian Nolte mit einem weiteren Plus: „Dieses Jahr läuft ganz super. Wir werden die 2,3 Milliarden übertreffen.“ Allein im September habe man einen Anstieg von 8,8 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr erzielen können; allein zwölf Prozent im Bereich Auslandsreisen. Aus diesem Grund will Hannover auch weiterhin im Ausland für die Stadt werben. Neben China und Russland sollen im kommenden Jahr auch die USA und die Schweiz verstärkt in den Fokus der Marketingbestrebungen rücken. Mehr Unterstützung würden sich Stadt und Region gerade in diesem Bereich vom Land Niedersachsen wünschen. „Andere Länder engagieren sich sehr viel mehr“, sagt Nolte.

Zwei Gründe führen laut Studie dazu, dass der Tourismus immer mehr Einnahmen bringt: Zum einen ist es der Städtetourismus; zum anderen aber auch der Wirtschaftstourismus. „Es gibt in Hannover große, international ausgelegte Unternehmen wie die Conti oder auch die großen Versicherungen, die hier Kongresse und Tagungen abhalten“, erklärt Nolte.
Die Hotels registrierten im vergangenen Jahr 2,96 Millionen gewerbliche Übernachtungen, 230.000 in Gasthöfen und Pensionen, 360.000 in Jugendherbergen, Schulungs- und Freizeitheimen sowie Reha-Kliniken sowie 140.000 Übernachtungen auf Campingplätzen. „Wir haben eine sehr dynamische Entwicklung“, sagte Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region.
Laut Studie bleiben die Gäste im Durchschnitt zwei Tage, das heißt, dass sie einmal vor Ort übernachten. Durchschnittlich geben sie 41,10 Euro aus. Mit 1,61 Millionen Übernachtungen sind die Umlandkommunen beispielsweise beliebter als Bremen, Dortmund oder Bonn. 2,08 Millionen Übernachtungen kann die Landeshauptstadt verzeichnen. Sie ist damit die übernachtungsstärkste Stadt Niedersachsens. Dass die Region Hannover so beliebt bei den Touristen ist, führt Nolte auch auf die kurzen Wege innerhalb der Stadt und der Region zurück: „Man muss hier nicht Stunden mit der U-Bahn fahren, um von einem Museum zum anderen zu gelangen.“ Zudem sei man schnell im Grünen, am Steinhuder Meer oder auch im Wisentgehege.

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