„Heinz“ kämpft ums Überleben
Chéz Heinz muss bleiben: Jürgen Grambeck (von links), Geschäftsführer, Yvonne Neukirch und Jennifer Kern werben am Tag des „Blauen Wunders“ auf dem Lindener Marktplatz für den Standorterhalt des Kult-Clubs im Fössebad.Foto: Triller

„Heinz“ kämpft ums Überleben

Info-Café zur Zukunft von „Chéz Heinz“

Die Chéz Heinzer blicken sorgenvoll in die Zukunft. Sie fürchten, dass ihr Traditionsstandort im Fössebad durch das Neukonzept für das Hallen- und Freibad in Gefahr gerät. Im Zuge der Umsetzung des städtischen Bäderkonzeptes ist sowohl eine Sanierung des maroden Bades als auch ein kompletter Neubau in der Diskussion. „Wir kommen in keinem der Konzepte vor“, sagt Chéz Heinz-Geschäftsführer Jürgen Grambeck. Der derzeitige Pachtvertrag von Chéz Heinz läuft am 31. Dezember 2017 aus. Vertragspartner ist die Fössebad Gesellschaft. Man habe versucht den Vertrag zu verlängern, heißt es bei Chéz Heinz. Bisher vergeblich.
„Wir wollen unseren Standort erhalten“, betont Grambeck. Denn sollte die Sache schief gehen, müsste sich der Kult-Klub Chéz Heinz, der sich als Ort für Subkultur versteht, neue Räume suchen. In Linden sei das schwierig. Eventuell müsste auch umgebaut werden. Das seien Kosten- und Zeitfragen.
Auch deshalb habe man bereits Kontakt zu den Ratsfraktionen aufgenommen. Denn am Ende wird der Rat der Stadt Hannover über das neue Fössebad-Konzept entscheiden. Die bisherigen Reaktionen seitens der Politik stimmen ihn, so Grambeck, relativ optimistisch. Viel Zeit bleibt dem Chéz Heinz aber nicht mehr. Im Sportausschuss am 9. Mai soll voraussichtlich das Konzept für das neue Fössebad vorgestellt werden.
Um für ihre Sache zu werben, geht man bei Chéz Heinz offensiv an die Öffentlichkeit. Die Facebook-Seite „heinzmussbleiben“ wurde seit der Freischaltung am vergangenen Freitag knapp 6000 -mal gelikt. Am verkaufsoffenen Sonntag „Blaues Wunder“ verteilten sie Flyer auf dem Lindener Marktplatz. Und am Mittwoch, 13. April findet ein öffentliches Info-Café zum Thema Standortsicherung bei Chéz Heinz statt. In ihrem Positionspapier fordert Chéz Heinz, gleichberechtigt an dem neuen Fössebad-Konzept beteiligt zu werden. Und, so ist dort zu lesen, es könne nicht sein, dass eine subventionsfreie und funktionierende Kultureinrichtung, zugunsten eines neuen Sportbades mit vermutlicher höherer Subventionierung als bisher, geschlossen werden muss. Zumal Hannover mit kultureller und musikalischer Vielfalt werbe, auch durch den Titel „UNESCO City of Music“.
www.beichezheinz.de

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