Ich habe einen Traum, dass niemand Hunger leiden muss
Die Ehrenamtlichen der Lebensmittelausgabe Mittelfeld laden Obst und Gemüse aus für die Verteilung an Bedürftige. Foto: r

Ich habe einen Traum, dass niemand Hunger leiden muss

Im Jahr 2008 haben wir Ehrenamtliche des DRK-Ortsvereins uns gefragt, was wir in Hannover-Mittelfeld und den angrenzenden Stadtteilen Gutes für die Menschen tun können. Wir wollten das Angebot des Ortsvereins vergrößern. Die Bedürftigkeit vieler Menschen ist groß, etwa bei Senioren mit geringer Rente und Hartz IV Empfängern, die nicht viel Geld zur Verfügung haben. So entstand mein Traum, eine Lebensmittelausgabe ins Leben zu rufen und bedürftige Mitmenschen in meinem Umfeld mit Obst, Gemüse, Brot, Milch und vielen anderen Grundnahrungsmitteln zu versorgen. Niemand soll in Mittelfeld und den angrenzenden Stadtteilen Hunger haben müssen.

Der 87-jährige Arno Kirse geht voll in seiner ehrenamtlichen Arbeit für das DRK in der Lebensmittelausgabe Hannover-Mittelfeld auf.

Ein Gebäude für die Lebensmittelausgabe war in Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover im Musäusweg 1 bald gefunden. Ich habe mit den anderen Ehrenamtlichen des DRK´s die Einrichtung, bestehend aus Kühlgeräten, Vorratsschränken und Regalen angeschafft und Kontakte zum Lebensmittelhandel aufgebaut. Mittlerweile holen wir regelmäßig bei 18 Supermärkten, Großmärkten und Bäckereien Lebensmittel ab, die nicht mehr verkauft werden können. Jeden Tag in der Woche sammeln wir so mit drei Kühlfahrzeugen Lebensmittelspenden ein. Immer dienstags und freitags von 10.30 bis 13.30 Uhr verteilen wir diese an die über 500 bei uns registrierten bedürftigen Menschen. Damit unterstützen wir diejenigen, die sich einen Einkauf im Supermarkt nicht mehr komplett leisten können.

Im Schnitt fünf Stunden am Tag verbringe ich mit der Organisation der Lebensmittelausgabe. Ich halte Kontakte zu den Lebensmittelmärkten, kümmere mich um die über 30 Ehrenamtlichen, die dabei helfen, dass alles rund läuft. Mein ganzes Leben lang war ich für andere Menschen da und habe mich gekümmert. Meinen Traum, dass niemand in Hannover-Mittelfeld und den angrenzenden Stadtteilen Hunger leiden muss, habe ich mir mit der Lebensmittelausgabe des DRK-Ortsvereins Döhren-Wülfel. erfüllt. Aber natürlich träume ich davon, noch mehr helfen zu können. Deshalb lasse ich in meinen Bemühungen auch mit meinen 87 Jahren nicht nach. Es ist mir ein großes Anliegen und die ehrenamtliche Arbeit macht mir große Freude.


Weitere Träume aus Hannover lesen Sie in unserer Serie „Ich habe einen Traum von…“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.