Ich habe einen Traum von Greifvögeln
Rouven Polep ist 1977 in Osterholz-Scharmbeck geboren und hatte schon immer eine besondere Liebe zu Tieren. Greifvögel haben ihn schon immer magisch angezogen. Deswegen machte er 2004 sein Hobby zum Beruf und ließ sich als Berufsfalkner im Wisentgehege anstellen. Schon bald hatte er die Verantwortung für den gesamten Falkenhof. Heute ist er der Inhaber der Falknerei.

Ich habe einen Traum von Greifvögeln

Rouven Polep hat seinen Traum verwirklicht und ist heute Inhaber des Falkenhofs im Springer Wisentgehege

Schon als Kind hatte ich eine besondere Liebe zu Tieren – und schon damals wollte ich, wie man so sagt, „irgendwas mit Tieren“ machen. Besonders Greifvögel haben mich schon immer magisch angezogen. Mein Traum war damals, etwas mit diesen besonderen Tieren zu machen, mit ihnen zu arbeiten, sie zu meinem Beruf zu machen. Mit 16 Jahren entdeckte ich dann die Falknerei für mich.
Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als das erste Mal ein Greifvogel auf meiner Faust saß. Mein Hobby wurde die Jagdfalknerei. Ein Jahr später holte ich aus England meinen ersten Greif, eine Königsrauhfußbussard-Dame, mit dem schönen Namen „Kira“. Auch heute gehört „Kira“ immer noch zum fliegenden Personal auf dem Falkenhof im Wisentgehege.
Da mir damals aber nicht klar war, wie man mit der Falknerei Geld verdienen konnte, schlug ich eine andere berufliche Richtung ein – eine, die so gar nichts mit Tieren zu tun hatte. Aber als staatlich geprüfter Assistent für Informatik fehlte mir die Zeit für meine Vögel. Ich musste mich entscheiden. Entweder Informatik – oder meinen Traum verwirklichen. Ich entschied mich, nicht nur zu träumen, und machte 2004 mein Hobby zum Beruf. Und ich hatte Glück. Familie Krischke, die  Gründer und damaligen Betreiber des Falkenhofes, stellten mich als Berufsfalkner im Wisentgehege ein.
Schon bald führte ich den Falkenhof eigenverantwortlich. Durch Umstrukturierungen im Forstamt Saupark bekam ich die Chance, den Falkenhof auf eigene Rechnung fortzuführen. 2006 machte ich mich selbständig und bin nun der Inhaber der Falknerei. Ich begann, die ersten eigenen Ideen und Träume umzusetzen. Bereits im Januar 2007 waren einige Volieren und Tagessitzplätze aufbereitet und der Greifvogelbestand konnte auf 30 Tag- und Nachtgreife aufgestockt werden.
Heute leben bei uns auf dem Falkenhof Steinadler, Weißkopfseeadler, Turmfalken, Rotmilane, Bartkäuze, Schneeeulen und viele andere Greifvögel. Alles in allem kümmern wir uns um etwa 100 Greifvögel, was mich sehr stolz macht. Was aber auch viel Arbeit macht. Arbeit, die ich in meinen Träumen nicht gesehen hatte. Denn natürlich sind die Vögel die wichtigsten Persönlichkeiten in unserer Falknerei. Die meisten von ihnen sind bei uns im Falkenhof aufgewachsen und zeigen somit keine Scheu vor Publikum. Aber: Die Greifvögel können auch schwierig und launisch sein. Wenn es ihnen nicht gut geht, sie schlechte Laune haben oder krank sind, muss man die Tiere einfach mal in Ruhe lassen.
Für unsere umweltpädagogischen Aufgaben sind wir bemüht, unserem Publikum eine große Artenvielfalt zu präsentieren. Unseren Tieren gelingt es, durch ihre Schönheit und Anmut, den Besuchern Natur und Tierwelt wieder näher zu bringen. Das war mein Kindheitstraum, den ich mir verwirklicht habe. Und selbst heute, nach über zehn Jahren als selbstständiger Falkner, freue ich mich noch jeden Tag über meine Arbeit auf dem Falkenhof und die Nähe zu meinen Tieren.

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