Immer mehr Schüler machen Abitur
Immer mehr Schüler in Hannover machen Abitur.Foto: imago

Immer mehr Schüler machen Abitur

In Hannover erreichen immer mehr Schüler die Allgemeine Hochschulreife: Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Abiturienten um etwa 30 Prozent angestiegen. 2013 haben 2117 Schüler in der Landeshauptstadt ihr Abitur abgelegt; zehn Jahre zuvor waren es nur 1635.

Insgesamt ist die Zahl der Absolventen und Schulabgänger im Zehnjahresvergleich relativ konstant geblieben: 2003 haben 4769 Schüler die Schule – mit oder ohne Abschluss – verlassen; 2013 waren es 4743. Der Anteil der Abiturienten ist damit von 34,3 auf 44,6 Prozent gestiegen. Der Großteil von ihnen legte die Abschlussprüfung am Gymnasium ab, nur etwa 20 Prozent erhielten das Abitur an einer Integrierten Gesamtschule (IGS). Das ist nicht verwunderlich: Nur die IGS Linden, die IGS Mühlenberg und die IGS Roderbruch haben eine eigene gymnasiale Oberstufe.

Wer eine der übrigen neun Integrierten Gesamtschulen in Hannover besucht, muss nach der zehnten Klasse auf ein Gymnasium wechseln, um das Abitur ablegen zu können. Auch viele Schüler, die in der Sekundarstufe I eine IGS besuchen, absolvieren die Oberstufe also an einem Gymnasium. Das erklärt, warum noch immer 80 Prozent der Abiturienten den Abschluss an einem Gymnasium erwerben.

Während der Anteil der Abi­turienten zwischen 2003 und 2013 von 34,3 auf 44,6 Prozent angesteigen ist, sind die Anteile der Real- und Hauptschulabschlüsse sowie der Fachhochschulreife leicht zurückgegangen. 2003 machten 35,4 Prozent aller Absolventen einen Realschulabschluss, 2013 waren es noch 33,7 Prozent. Der Anteil der Hauptschulabsolventen ging in diesem Zeitraum von 14,8 auf 12,4 Prozent zurück.

Erfreulich ist, dass sich auch der Anteil der Schulabgänger ohne Abschluss verringert hat. 2013 verließen in der Landeshauptstadt 267 Schüler die Schule ohne Hauptschulabschluss. Das waren 5,6 Prozent aller Schulabgänger. Gegenüber 2003 hatte sich ihr Anteil somit halbiert. Der Großteil dieser Schüler erreichte immerhin einen Förderschulabschluss, nur 72 verließen die Schule ganz ohne Abschluss.

Ähnlich wie in Hannover haben sich die Zahlen auch im Land Niedersachsen entwickelt. Auch dort ist der Anteil der Abiturienten stark angesteigen. Im Vergleich zu Hannover liegt er aber auf sehr viel niedrigeren Niveau. 2013 haben in dem Bundesland 29,8 Prozent der Schulabgänger die Allgemeine Hochschulreife erreicht. Im Bundesvergleich liegt Niedersachsen damit weit hinten. Nur in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Sachsen-Anhalt war der Anteil der Abiturienten noch geringer. 2013 haben in Deutschland 35,7 Prozent der Schulabgänger die Schule mit dem Abitur verlassen. Prozentual die meisten Abiturienten gab es mit 57,9 Prozent in Hamburg.

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