In Hannover ist gut Radfahren
Gemmeinsam mit dem Rattenfänger von Hameln stellen Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok, Regionsrat Axel Priebs und Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring (von links) die neue Kulturroute vor. Foto: Schmücking-Goldmann

In Hannover ist gut Radfahren

Ein Preis mit Wirkung: Hannover ist die fahrradfreundlichste Kommune Niedersachsens. Neben einer Urkunde und lobenden Worten gibt es für diese Auszeichnung auch 25 000 Euro vom Land. Stadtbaurat Uwe Bodemann will das Preisgeld einsetzen, um Hannovers Radwegenetz noch besser zu machen. Er plant die Einrichtung von elektronischen Zählstellen. Die Stadt erhofft sich damit Aufschlüsse über die Entwicklung des Radverkehrs sowie über das Fahrverhalten zu unterschiedlichen Jahres- und Tageszeiten. Als möglichen Standort für solch eine Zählstelle hat Bodemann bereits die Lange Laube ins Auge gefasst. Sie ist eine der Hauptverkehrsadern für den Radverkehr in die Innenstadt.  Wie begehrt der Wettbewerb „Landespreis Fahrradfreundliche Kommune“ ist, zeigen die Teilnehmerzahlen. Seit Beginn im Jahr 2002 nahmen rund 100 Städte am Wettbewerb teil. Zweimal landete Hannover auf dem Spitzenplatz.
Nicht nur die Stadt, auch die Region tut einiges für die Radfahrer. Regionsrat Axel Priebs stellte eine neue Kulturroute für Fahrradfahrer vor. Mit Radler können nun Sehenswürdigkeiten in Walsrode, Alfeld, Hameln, Peine und Hannover ansteuern und dabei Wissenswertes erfahren.

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800 Kilometer durch Hannover und das Land drum herum: So lang ist die neue „Kulturroute“, die das Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover (ewh) erarbeitet hat. „Keine Angst, man muss die Route nicht an einem Tag fahren“, sagte Regionsrat Axel Priebs bei der Vorstellung der Kulturroute am Freitag vor dem Wilhelm-Busch-Museum.
Ob Kloster Loccum, Herrenhäuser Gärten oder die Welterbestätte Fagus-Werk in Alfeld: Die im Netzwerk zusammengeschlossenen Kreise und Kommunen und die Region Hannover haben eine Vielzahl an Kulturgütern zu bieten. Insgesamt 26 dieser Sehenswürdigkeiten sind jetzt über einen neu ausgewiesenen Fernradweg miteinander verbunden.  Neun Hauptrouten führen von Hannover über Hildesheim, Bad Gandersheim, Hameln, Stadthagen, Neustadt, Schwarmstedt und Celle zurück in die Landeshauptstadt. Daneben gibt es weitere Routen nach Walsrode, Nienburg und Peine. Zu erkennen ist die Kulturroute anhand von 1600 an Wegweisern eingehängten Plaketten mit einem weißen „K“ auf roten, grünen oder blauen Grund. Für 15 Tagestouren sind Radkarten erschienen. Die erste Auflage wird kostenlos abgegeben. Erhältlich ist die Kartensammlung bei der Hannover Tourist-Information. Sie ist auch im Internet als GPX- Track herunterzuladen. wsg
www.kulturroute-hannover.de

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