Vor dem Filmstart spricht Brückner in den Hamburger River Kasematten mit hallo Sonntag Redakteur Clemens Niehaus.
hallo Sonntag: Hallo Maximilian, du spielst die Hauptrolle, den Pitschi Greulich, in der Verfilmung von "Resturlaub" - kanntest du das Buch von Tommy Jaud schon vorher?
Maximilian Brückner: Ich kannte es, weil es mein Bruder es zu der Zeit, als das Casting war, gerade gelesen hatte und meinte, ich müsse es unbedingt mal lesen, es sei total lustig.
Was hat dein Bruder denn gesagt, als du die Rolle bekommen hast?
"Waaas, neiin" *lacht* der hat sich riesig gefreut. Und ich mich natürlich auch. ich kannte da ja nur die Castingszenen. Die Hochzeitsrede von Pitschi ist sowas von hart und gemein - ich hab mich fast weggeschmissen. *lacht*
Dein "Vorgänger" war ja Oliver Pocher, der "Vollidiot" gedreht hat. Wie schwer war es, in Pochers Fußstapfen zu treten?
Ich habe mir "Vollidiot" angeguckt und finde, er hat das super gemacht. Er ist so trocken und schießt die Dinger so raus - also mir hat das gefallen.
Ich habe gelesen, du erläufst dir gerne die Städte, in denen du bist. Stimmt das und bist du heute schon durch Hamburg gelaufen?
Heute nicht. Ich bin heute morgen direkt aus München gekommen. Aber wenn ich ein bisschen Zeit habe, gehe ich gerne durch die Städte - ich habe da so eine kindliche Freude dran.
Deine Figur im Film heißt "Pitschi", wobei man nie erfährt, von welchem Namen sich das ableitet. Hast du auch einen Spitznamen?
Nee, hab ich nicht, ich heiße immer Maximilian. Komisch, manche bekommen einen Spitznamen und manche nicht. Ein Freund von mir ist Maurer und heißt eigentlich Günther Maier ...
... und den nennen alle "Kelle"?
nee, Löwe. Weil das sein Sternzeichen ist. Ich weiß nicht, wie das gekommen ist, aber jeder nennt ihn Löwe.
Pitschi flüchtet vor Eintönigkeit und Routine nach Buenos Aires, hast du manchmal auch Angst vor Routine, vor zu viel Gewohnheit?
Nee, überhaupt nicht. Das liegt ja schon an meinem Beruf. Ich bin dauernd unterwegs, habe komische Arbeitszeiten, drehe mal morgens, mal abends, mal nachts. Da kommt keine Routine auf *lacht* Im Gegenteil, man sehnt sich nach Routine, nach Alltag und Spießigkeit. Ich kenne Kollegen, die sagen: 'Ich wär so gern ein Beamter mit geregelten Arbeitszeiten, bezahltem Urlaub und freiem Wochenende. *lacht* Man will ja immer das, was man gerade nicht hat. Das ist ja auch bei Pitschi so.
Wenn Du am Flughafen die Wahl eines One-Way-Tickets irgendwo hin Hättest, wohin würde die Reise gehen?
Ich glaube, Argentinien würde mir ganz gut gefallen. Wir haben zwar in Buenos Aires gedreht, waren aber außerhalb der Stadt auf einer Gaucho-Farm untergebracht. Das hat mir gefallen. Wahrscheinlich, weil das so ländlich war, es gab grüne Wiesen, einen Blick auf die Berge. Ich glaube, man sucht dann schon so bisschen die Ähnlichkeit mit der Heimat.
War Buenos Aires der entfernteste Ort, an dem du gedreht hast?
Nee, das war Tokio. Ich habe in Tokio, Buenos Aires, London, Italien und zahlreichen anderen Orten gedreht. Es ist schon schön, wie man in meinem Beruf rumkommt. *lacht*
Hast du schonmal ein Drehbuch nach dem Drehort ausgesucht?
Nee, nee. Wenn der Inhalt nicht passt, dann ist es mir relativ egal, wo gedreht wird. Wenn etwas schlecht ist, dann hilft die Verpackung auch nicht.
"Resturlaub" ist ja eine Komödie mit streckenweise etwas derberem Humor. Würdest Du sagen, es ist eher ein Männerfilm?
Natürlich ist das ein Männerfilm, es ist ja auch die Hauptfigur ein Mann. Aber ch glaube, Gregor Schnitzler hat versucht, daraus einen Film auch für Frauen zu machen. Ich merke es auch bei Interviewpartnerinnen, dass sie sich wegschießen, aber an ganz anderen Stellen, als sich Männer wegschießen. Ich
bin mal gespannt, wie der Film ankommt. Aber ich hab das Gefühl, dass Frauen mit dieser Art Humor ganz gut umgehen können.
"Resturlaub" startet am 11. August in den Kinos






