Kleine Roboter bringen Pakete
Ein Roboter von Starship wird in Hamburg mit einem Hermes-Paket beladen. Foto: Daniel Reinhardt/Hermes

Kleine Roboter bringen Pakete

Gute Nachricht für eifersüchtige Ehemänner:  Wenn der Postmann zwei Mal klingelt – könnte künftig ein Roboter vor der Tür stehen. Was klingt wie Science Fiction, ist in Hamburg Realität. Der Paketdienst Hermes startet in der Hansestadt einen Pilotversuch mit Lieferrobotern des Anbieters Starship. 100 Testkunden sollen ihre Pakete künftig nicht mehr von menschlichen Boten geliefert bekommen, sondern von Maschinen.

Roboter transportieren Pakete bis zu 15 Kilogramm

Die  Roboter sehen äußerlich aus wie überdimensionierte ferngesteuerte Autos. Drei Räder auf jeder Seite und eine futuristische anmutende Glashaube als Dach. Doch mit Spielzeug hat das Ganze wenig zu tun. Pakete bis zu 15 Kilogramm sollen die Roboter ausliefern und dabei bis zu fünf Kilometer zurücklegen können.

Für die Straße sind die Gefährte zu klein und mit sechs Stundenkilometern auch zu langsam. Sie sollen auf den Gehwegen fahren. Ausgerüstet mit neun Kameras und Sensoren sollen die Roboter Hindernisse selbstständig erkennen und ihnen ausweichen. Den Weg zum Ziel finden sie per Satellit.  Anfangs werden die Lieferroboter noch von einem Aufpasser aus Fleisch und Blut begleitet, wenn das System aber erst mal funktioniert, sollen sie per Internet aus der Zentrale überwacht werden

Kunden können Roboter per Handy verfolgen

Die estnische Herstellerfirma Starship hofft auf ein gigantisches Marktpotenzial. Theoretisch ist der Roboter nicht nur für Paketfirmen interessant, sondern auch für alle anderen Lieferdienste.  Auch für die  Verbraucher bringen die Roboter Vorteile: Sie sollen per Handy exakt bestimmen können, wann eine Lieferung eintrifft. Per SMS bekommen sie dann einen Code, mit dem sie das Fahrzeug öffnen können. Günstig soll die automatisierte Zustellung auch noch sein. Mit Kosten von etwa einem US-Dollar pro Zustellung kalkuliert der Hersteller.

Auf der Kehrseite der Medaille steht der drohende Jobverlust für hunderttausende Lieferwagen- und Kurierfahrer. Auch kann niemand vorhersehen, wie andere Verkehrsteilnehmer auf die Roboter reagieren. Hinzu kommt die  Akzeptanzfrage bei den Bewohnern der Städte: Wollen wir wirklich den Gehsteig mit einer Roboter-Armee teilen?

 

Was halten Sie davon, wenn Roboter künftig Pakete ausliefern? (Umfrage/Fotos: Diana Cabrera-Rojas)

marian_bodenstein

Marian Bodenstein, 29 Jahre, Illustrator: Wenn dadurch keine Arbeitsplätze verloren gehen und das eingesparte Geld den Mitarbeitern zugute kommt, würde ich die Entwicklung gutheißen. Fortschritt sollte helfen, die Kluft zwischen Arm und Reich zu verkleinern.

 

Ute Fischer, 25 Jahre, Designerin: Ich finde, dass die Leute weniger bestellen sollten. Statt im Internet zu ordern, sollte man lieber den lokalen Handel unterstützen. Dazu kommt, dass Arbeitsplätze verloren gehen. Trotzdem gebührt dem Fortschritt meine Anerkennung.

Ute Fischer, 25 Jahre, Designerin:
Ich finde, dass die Leute weniger bestellen sollten. Statt im Internet zu ordern, sollte man lieber den lokalen Handel unterstützen. Dazu kommt, dass Arbeitsplätze verloren gehen. Trotzdem gebührt dem Fortschritt meine Anerkennung.

 

Jan Philip Beinmüller, 33 Jahre, Kameramann: Ich finde die Vorstellung, dass große unbemannte metallische Klötze durch die Straßen fahren, befremdlich. Durch den Aufwand, den der Betrieb verursacht, wird vermutlich der Lieferzeitraum eher in die Länge gezogen.

Jan Philip Beinmüller, 33 Jahre, Kameramann:
Ich finde die Vorstellung, dass große unbemannte metallische Klötze durch die Straßen fahren, befremdlich. Durch den Aufwand, den der Betrieb verursacht, wird vermutlich der Lieferzeitraum eher in die Länge gezogen.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.