,Leinewelle‘ schwappt zum Flohmarkt
Ein Blick in die Zukunft: Die Macher der „Leinewelle“ haben ein Foto des Münchner Eisbachs und eines des neuen Standorts am Flohmarkt zusammen montiert. Fotomontage: cityfoerster

,Leinewelle‘ schwappt zum Flohmarkt

Stadt schlägt neuen Standort für Surfanlage vor / Frühestens in zwei Jahren können erste Surfer auf die Leine

Von Thomas Oberdorfer
Hannover. Die „Leinewelle“ soll ein Stück flussab wandern. Nicht mehr direkt hinter der alten Wasserkunst, sondern rund 200 Meter weiter hinter der Schlossbrücke – vis-à-vis des Flohmarktes – wollen die Surfer bald auf ihrer Welle reiten. Entsprechende Pläne stellten sie in dieser Woche gemeinsam mit der Stadtspitze vor.
Auch wenn es für die geplante Surfanlage kein städtisches Geld geben soll, die Teilnahme von Oberbürgermeister Stefan Schostok und Baudezernent Uwe Bodemann an der Präsentation macht deutlich, dass die Verwaltung hinter denn Plänen des Vereins „Leinewelle“ steht.  Obendrein ist die Stadt sogar Ideengeber für den neuen Standort. Der Anstoß, die Anlage an der engsten Stelle der Leine zu errichten, kommt aus der Bauverwaltung. Der Verein will bis zum kommenden Frühjahr seine Planungen abschließen und dann die Bauanträge stellen. Gesurft werden kann frühestens in zwei Jahren auf der Leine.
Erzeugt werden soll die Welle von einer steuerbaren Konstruktion am Grund der Leine. Dazu wird der Fluss vorübergehend aufgestaut, um eine – je nach Bedarf und zur Verfügung stehender Wassermenge – dreieinhalb, fünfeinhalb oder neun Meter breite Welle zu erzeugen. Der Clou: Ist die Anlage nicht in Betrieb, gibt es auch keine Welle und damit keine Haftungsprobleme für den Verein als Betreiber der Anlage.
„Leinewellen-Macher“ Heiko Heybey will ganzjährig Surfsport im Herzen Hannover realisieren. „Nur wenn der Fluss wirklich einmal zu viel Wasser führen sollte, kann nicht gesurft werden“, sagt der Initiator des Projekts. Vor der Realisierung der „Leinewelle“ gilt es jedoch noch einige Klippen zu umsurfen. So müssen Sponsoren für den Bau der Anlage gefunden werden und auch mit den Sportfischern steht noch eine Einigung aus. Diese haben das Leine-Teilstück am Flohmark für ihren Sport gepachtet.

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