Energiesparen hilft den Geldbeutel schonen

Halfpaap (rechts), Geschäftsführer von proKlima, und Jens Ernsting vom Umweltmanagement der üstra mit einem Strommesser und dem Checkheft zum Stromsparen.

Stromlotsen von proKlima sind den Schwachpunkten auf der Spur

HANNOVER (bo). Es grenzt zum Teil an eine detektivische Arbeit, den Stromfressern im Haushalt auf die Schliche zu kommen. Wo kann daheim eingespart werden? Sicherlich ein Frage, die sich viele Bürger stellen. Mit dem neuen Förderprogramm von proKlima – dem enercity-Fonds – helfen sogenannte Stromlotsen beim Stromsparen. Dieses Förderprogramm richtet sich speziell an Privathaushalte. Der Eigenanteil der 160 Euro betragenden Beratungskosten des einstündigen Besuchs liegt lediglich bei 20 Euro. Den Restbetrag trägt proKlima. Zudem beinhaltet die Beratung ein Starterpaket im Wert von 20 Euro. Kunden können selbst entscheiden, ob sie Leuchtmittel, eine schaltbare Steckerleiste oder Bedarfsschalter bei sich sofort installieren möchten.
Dass möglichst der Standby-Betrieb des Fernsehgerätes unterlassen werden soll, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Doch es gibt noch genügend weitere Möglichkeiten, Energie im Haushalt einzusparen. Diese gilt es mit Hilfe der Stromlotsen, die mit Messgeräten ausgerüstet in die Wohnungen der Kunden gehen, zu entdecken.
„Der Stromverbrauch in privaten Haushalten ist zwischen 1990 und 2005 um 32 Prozent gestiegen“, erklärt Harald Halfpaap, proKlima-Geschäftsführer. „Wir müssen etwas tun“, so sein dringender Aufruf. Der enorme Anstieg sei vor allem auf eine Ausdehnung des IT-Sektors zurückzuführen.
Viele Kunden seien anfangs überrascht, wenn Messgeräte die „vielen heimlichen Stromfresser“ (Halfpaap) entlarven. „Der Überraschungseffekt ist groß“, stellte der pro-Klima-Geschäftsführer fest. Für ihn liege das Einsparpotential in den Haushalten im Durchschnitt bei rund zehn Prozent. Oft sei dieses besonders bei veralteter Technik, wie beispielsweise Kühlschränken, zu finden. „Aber allein durch eine Veränderung des Nutzerverhaltens lässt sich viel Energie sparen“, ist Halfpaap überzeugt.
Die üstra war vom neuen Angebot sofort überzeugt und ist bereit, für bis zu 100 Mitarbeiter den Eigenanteil zu übernehmen. „Wer sich zu Hause gut verhält, macht dieses auch am Arbeitsplatz“, glaubt Jens Ernsting vom Umweltmanagement der üstra an einen doppelten Vorteil.
Mit rund 800 Beratungen im Jahr rechnet proKlima. Interessierte wählen dabei aus einer Liste einen der 21 verfügbaren und von proKlima geschulten Stromlotsen aus. Diese Liste ist im Internet unter „www.proklima-hannover.de/stromsparen“ abrufbar. Sie können auch telefonisch (montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr) eine Liste ordern: 0511 – 430 19 70.

 auf anderen Webseiten