Hannover: Gemeinschaft stärken

Sie haben schon die begehrten Postkarten für die Bundestagsabgeordneten – einige Mitglieder der „Hannoverschen Initiative für Soziale Stadt“: Gisela Hoins (2.v.l.), daneben Kathrin Rödiger, Gesamtpersonalratsvorsitzender der Stadt Hannover Hans-Jürgen Jeroschewski sowie Pastor Jens Petersen und Bewohnerinnen Juahie Özgen (1. v. l.) und Fena Özgen (1. v. r.) mit ihren Kindern Gan, Serdar und Julia. Die Aktiven zeigen eine große Postkarte „Soziale Stadt".

Hannover: Sahlkampmarkt | Mit Postkarten werben Bürger für eine starke Soziale Stadt

Sie werden sich in diesen Tagen über viel, dafür aber unerwartete Post freuen – die hannoverschen Bundestagsabgeordneten Rita Pawelski (CDU), Patrick Döring (FDP), Ursula von der Leyen (CDU), Dr. Claudia Winterstein (FDP), Sven-Christian Kindler (Grüne), Heidrun Dittrich (Linke), Kerstin Tack (SPD) und Edelgard Bulmahn (SPD). Denn die Aktiven der „Hannoversche Initiative für Soziale Stadt / HISS“ haben einige Tausend Postkarten drucken lassen, die sie in den nächsten Wochen an Interessierte verteilen. Mit der Bitte, diese Postkarten an „ihre“ Abgeordneten zu schicken.

Damit unterstützen die Absender die Forderung der HISS nach einer kräftigen Aufstockung der Bundesmittel für das Städtebau-Förderprogramm „Soziale Stadt“. Der Grund: Die Bundesregierung hatte Ende letzten Jahres die Kürzung der Mittel um siebzig Prozent beschlossen. Genau von 90 Millionen Euro auf 28,5 Millionen bundesweit. Und das, obwohl die Städtebauförderung von den Bauministern aller Bundesländer als ein erfolgreiches Instrument einer nachhaltigen Struktur- und Entwicklungspolitik des Bundes und der Länder eingestuft wird.

Die Niedersächsische Sozial- und Bauministerin Aygül Özkan betonte am 27. Juni in einer Pressemitteilung: „Wir können damit die Infrastruktur unserer Städte und Gemeinden an den wirtschaftlichen, sozialen, demografischen und ökologischen Wandel anpassen und modernisieren.“ Das sieht die „Hannoversche Initiative für Soziale Stadt“ genauso und fordert deshalb mit Hilfe der Postkartenaktion die Rücknahme der Kürzungen aus dem letzten Jahr. Das würde den drei hannoverschen Quartieren in Stöcken, Hainholz und Sahlkamp-Mitte, die zu den Gebieten des Programms Soziale Stadt zählen, bei der Bewältigung einiger städtebaulicher Herausforderungen helfen. Diese „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf“ sind dringend auf die Städtebauförderung angewiesen.

Insbesondere richtet sich die Postkartenaktion an die Abgeordneten der Regierungsfraktionen im Bundestag, CDU und FDP, welche die Kürzungen der Städtebaufördermittel beschlossen haben. Die Postkarten an die Bundestagsabgeordneten der Opposition sollen SPD, Grüne und Linke dazu ermuntern, sich weiterhin für eine Erhöhung der Städtebaufördermittel einzusetzen – wie zuletzt in der Bundestagssitzung am 8. Juli. Interessierte erhalten die Postkarten kostenlos in der Geschäftsstelle des gemeinnützigen Spats-Verein („Spats“ steht für solidarisch-präventiv-attraktiv-tatkräftig-sozial – Einrichtungen und Projekte der Selbsthilfe im Sahlkamp) direkt im Einkaufszentrum Sahlkampmarkt-Hägewiesen. Weitere Informationen unter Telefon 70 03 58 53.

+++

 auf anderen Webseiten