Mit „Waterloo“ Popgeschichte geschrieben - Nach Eurovision Song Contest-Sieg 1974 startet ABBA eine Weltkarriere

Original und Fälschung: Original ABBA-Kostumdesigner Owe Sandström (li.) und original ABBA-Toningenieur Claes af Geijerstam (2. v. re.) mit Camilla Hendrén (Anni-Frid bei „ABBA - The Show“) und Katja Nord (re., Agnetha bei „ABBA - The Show“). Fotos: niehaus
 
Stadtführerin Åsa Danielsson vor dem Haus von Benny und Frida in der Baggensgatan 21. Foto: niehaus

Hannover: AWD-hall | Brighton. Es ist der 6. April 1974, ABBA gewinnt mit „Waterloo“ den „19. Eurovision Song Contest“ mit deutlichem Vorsprung und startet anschließend eine einzigartige Weltkarriere. „Waterloo“ erreichte in vielen Ländern vordere Plätze in den Hitparaden. Sogar in den USA wurde das Lied ein „Top 10“-Hit.
Geahnt hatte das der BRAVO-Fotograf Wolfgang „Bubi“ Heilemann. „Ich war die ganze Woche bei den Proben des Grand Prix und bin irgendwann im Auditorium eingeschlafen. Wach geworden bin ich, als eine Band über die Bühne fetzte, das war ABBA. Ich bin dann mit denen raus auf die Straße und habe sie fotografiert. Dabei habe ich denen gesagt, dass sie den Grand Prix gewinnen würden. ‚Never ever‘ lautete die Antwort. Und dann habe ich mit ihnen um eine Flasche Champagner gewettet“, erinnert sich Heilemann. „Nachdem ABBA den Grand Prix gewonnen hatte, gabs natürlich kein rankommen mehr an die Band. Aber ich hatte Glück: bei der Feier in der privaten Suite im Dome war ein schwedisches Fernsehteam, und Björn hat mich durch den geöffneten Türspalt gesehen und gesagt ‚hey, da ist der Typ, der uns den Sieg vorausgesagt hat‘ – und so kam mein Kontakt mit ABBA zustande“. Im Laufe der Zeit hat Wolfgang Heilemann zahlreiche Fotos des schwedischen Quartetts für die BRAVO gemacht.
Im kommenden Jahr, 2012, können Björn Ulvaeus, Benny Andersson, Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad ihr 40-jähriges „ABBA-Jubiläum“ feiern.
Seit Mai 2011 bereits gibt es in ABBAs Heimatstadt Stockholm den ABBA-Walk. Stadtführerin Åsa Danielsson hat den ABBA-Walk zusammengestellt und mit dem Stadsmuseum Stockholm entwickelt.
Los gehts am Stadshused, dem Rathaus, wo Benny 1955 mit seinem Akkordeon als Achtjähriger seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte. Es folgen zahlreiche weitere Stationen, die mit ABBA irgendwie in Verbindung stehen – in der Königlichen Oper feierte 1976 am Vorabend von Königin Silvias Hochzeit der Song „Dancing Queen“ Premiere, im Sheraton Hotel wurden Szenen von „ABBA – The Movie“ gedreht, in der Altstadt Gamla Stan in der Baggensgatan 21 wohnten Benny und Frida einige Zeit. Dazu erzählt Åsa Danielsson Anekdoten aus der ABBA-Welt und untermalt ihre Geschichten mit den passenden ABBA-Songs aus ihrem ABBA-Handy. Knapp zwei Stunden dauert der Rundgang auf dem ABBA-Walk, der zwar eine Menge Informationen liefert, aber dem letztendlich noch das i-Tüpfelchen fehlt, denn „Schwedens größte Popband aller Zeiten“ (so steht es auf dem ‚ABBA Reiseführer nach Stockholm‘) hat erstaunlich wenige tiefe Spuren in der Hauptstadt hinterlassen.
Doch die Musik der vier Schweden bleibt unsterblich und hat sich tief in das Gedächtnis ganzer Generationen eingebrannt. Und weil ABBA leider nicht mehr selber auf der Bühne steht, sorgt „ABBA – The Show“ für das ultimative ABBA-Feeling auf der Bühne. „Der Sound ist sogar noch besser, als ABBA live je waren“, schwärmt Toningeneur Claes af Geijerstam, der auch schon für den guten Ton bei den original ABBA-Shows sorgte. Auch Ulf Andersson ist begeistert von „ABBA – The Show“. Der Saxofonist spielt nicht nur bei „ABBA – The Show“ sondern er gehörte ebenfalls schon zur Original-ABBA Band.
Clemens Niehaus

- Infos zu Bubi Heilemann: www.rockfoto.de
- Infos zum ABBA-Walk: Stockholm Stadsmuseum, Telefon 0046/850831600,
E-Mail: info.stadsmuseum@stockholm.se, Internet: stadsmuseum.stockholm.se
- Tickets für „ABBA – The Show“ am 15. Januar, 19 Uhr, in der AWD Hall in
Hannover, gibts an den bekannten VVK-Stellen, unter der Hotline (05 11) 44 40
66 sowie unter www.hannover-concerts.de

 auf anderen Webseiten