„Mini-IGS“ geht an den Start
Was ich der Welt sagen will“: Schülerinnen und Schüler der Peter-Ustinov-Schule schreiben ihre Wünsche auf, Fotografin Isabel Winarsch hält das Ergebnis mit der Kamera fest. Die Fotoausstellung wird in der Schulaula präsentiert. Foto: Triller

„Mini-IGS“ geht an den Start

Peter-Ustinov-Schule unterrichtet ab diesem Schuljahr erstmals auch Realschüler

In der Peter-Ustinov-Hauptschule in der Nordfeldstraße beginnt das Schuljahr mit einem neuen Konzept. Erstmals geht die sogenannte Oberschule an den Start. Damit ist die Sekundarstufe I von der 5. bis zur 10. Klasse gemeint. 34 Schülerinnen und Schüler besuchen seit Ende der Sommerferien die zwei Klassen des fünften Jahrgangs der Oberschule. Das Ziel ist der Realschulabschluss nach der 10. Klasse. Parallel läuft vorerst noch der Hauptschulbetrieb in der Peter-Ustinov-Schule.
„Es ist schon eine bürokratische Herausforderung, zwei Schulformen unter einem Dach zu führen“, sagte Schulleiterin Karin Haller beim Schulfest vor wenigen Tagen. Als integrierte Stadtteilschule oder auch „Mini-IGS“ soll die bisherige Trennung zwischen Hauptschule und Realschule aufgelöst werden. Mini-IGS deshalb, weil an der Peter-Ustinov-Schule kein gymnasialer Zweig geplant ist, der in der Regel Bestandteil einer Integrierten Gesamtschule ist.
Die zwei neuen Klassen in der Sekundarstufe I sind jeweils einem Motto gewidmet: Natur und Umwelt sowie Gesundheit und Bewegung. „Mit Gartenarbeit zum Beispiel kann man ganz nebenbei auch sprachliche Barrieren überwinden“, erklärt Schulleiterin Haller. Rund 280 Schülerinnen und Schüler besuchen die Peter-Ustinov-Schule. Der überwiegende Teil der Jungen und Mädchen hat einen Migrationshintergrund. „Schule hat eine besondere Verantwortung, insbesondere dann, wenn die Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Elternhäusern kommen“, betonte Pädagogin Haller.
Im Rahmen des Schulfestes wurde auch das neue Schulemblem enthüllt. Ungefähr drei Monate hat das Künstler-Duo Yasemin Yilmaz und Burhan Uzunyayla gemeinsam mit den Jungen und Mädchen ein neues Sinnbild für die Peter-Ustinov-Schule entwickelt. Es stellt eine Weltkugel dar, die die internationale Herkunft der Schüler symbolisieren soll. Von der Idee über den Entwurf bis zur Glasur seien die Schüler beteiligt gewesen. „Die Jungen und Mädchen sind sehr stolz darauf, dass sie an so etwas Wichtigem wie das Schulemblem mitgearbeitet haben“, sagt Künstlerin Yilmaz.
Zur Eröffnung des Schulfestes an der ‚neuen‘ Peter-Ustinov-Schule waren unter anderem Andreas Markurth (SPD), Bezirksbürgermeister Ricklingen, Regine Kramarek (Grüne), Ratsfrau und Bürgermeisterin der Landeshauptstadt sowie Hannovers Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski eingeladen. Weitere Programmpunkte waren die Vorstellung des ökologischen Schulgartens, der Auftritt der Gitarrenklasse sowie die Präsentation des Schulfilmes. Zahlreiche Stände informierten über Projekte der Schule.

 

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