So kann es weiterlaufen
Geschafft: Die HSG-Damen feiern den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Foto: dik

So kann es weiterlaufen

Handball – Der 2. Liga-Aufstieg ist geschafft: Die HSG Hannover-Badenstedt hat eine erfolgreiche Saison hinter sich

Von Dieter Kösel
Badenstedt. Die HSG Hannover-Badenstedt kann auf eine erfolgreiche Saison 2015/16 zurückblicken. Im Mittelpunkt steht natürlich der Aufstieg der 1. Damen in die 2. Bundesliga. Damit hatte bei der Handballspielgemeinschaft der Badenstedter Vereine TV und SC vor der Spielzeit niemand gerechnet. „Unser Ziel war ein gesicherter Platz im Mittelfeld“, erinnert sich der sportliche Leiter Bernd Schröder. Umso größer waren die Freude, aber auch Anstrengungen hinter den Kulissen!
Angesichts des großartigen Saisonverlaufs von Trainer Florian Marotzke und seinen Spielerinnen hatte man sich seit Dezember des vergangenen Jahres mit dem Thema 2. Bundesliga beschäftigt und im Februar mit den Vorbereitungen für den Fall des Falles, der sich immer deutlicher abzeichnete, beschäftigt. Ende April konnte die Lizenz für die neue Liga beantragt werden. In die Vorbereitungen waren die Vorstände der zwei Stammvereine eingebunden. Es war ein Kraftakt, den die Badenstedter zu bewältigen hatten. Der Etat steigt aus dem fünfstelligen in den niedrigen sechsstelligen Bereich. „Der Etat ist abgesichert“, stellt Bernd Schröder fest. Der Dank gilt den Sponsoren, die dies ermöglicht haben. So steuerte der Förderverein über seine Aktion „200 x 100“ in noch nicht einmal vier Wochen 10.000 Euro bei.
Die Gründe für die Etatsteigerung liegen nicht nur in den höheren Reisekosten oder Verbandsabgaben begründet. Erstmals erhalten die Spielerinnen Aufwandsentschädigungen. „Sie haben dies nicht gefordert“, betont der sportliche Leiter. Die Spielerinnen müssen für die erforderliche Unfallversicherung der Berufsgenossenschaft über 18 Jahre alt sein und einen Mini-Job mit einem Einkommen von 201 Euro nachweisen können. Zusätzlich zum Etat musste eine Bürgschaft über 30.000 Euro nachgewiesen werden. Die wird für den Fall verlangt, dass sich eine Mannschaft während der Saison abmelden sollte. Das Geld ginge dann an die anderen Klubs, um Verluste bei den Zuschauereinnahmen auszugleichen.
Gespielt wird weiterhin in der SalzwegArena. „Für die kommende Saison haben wir eine Ausnahmegenehmigung bekommen, hinter den Toren fehlen die Ballfangnetze“, sagt Bernd Schröder. Dies sollte jedoch kein Problem darstellen, weil hinter den Toren keine Zuschauer sitzen. Kalkuliert hat die HSG mit 200 Zuschauern im Schnitt. „Wenn es mehr werden, wäre dies ein schöner Bonus“, sagt der sportliche Leiter. Über die Höhe der Eintrittspreise wurde noch nicht entschieden.
Als erste Neue steht Mieke Düvel fest. Die 18-Jährige hat zwei Jahre Erstligaerfahrung bei SVG Celle gesammelt. In der abgelaufenen Saison spielte sie dank ihrer doppelten Spielberechtigung noch für die HSG-A-Jugend in der Jugendbundesliga und in drei Spielen für die 1. Damen. „Ich traue ihr zu, dass sie Verantwortung übernimmt, und Mieke ist garantiert eine Bereicherung für das sehr junge Team“, freut sich Trainer Florian Marotzke, der seinen Vertrag bereits verlängert hat.
Für den Unterbau im weiblichen Bereich ist gesorgt. Die 2. Damen hat den Aufstieg in die Oberliga geschafft. Im Jugendbereich hat das Ausbildungsteam der 2. B-Jugend den Staffelsieg in der Landesliga erzielt. Die C 1-Jugend holte bei der Landesmeisterschaft Bronze. Die E-Jugend blieb in der höchsten Spielklasse ihrer Altersklasse ungeschlagen und belegte im Regionspokal den zweiten Platz. So kann es weiterlaufen.

❱❱ Infos: www.hsgbadenstedt.de

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