Die Engländer hatten Wort gehalten und waren mit ihren Stars angereist. Einzig Trainer Alex Ferguson fehlte, da steht wohl eine Spielerverpflichtung an. Auch wenn nicht alle in der Startelf standen, wurde schnell deutlich, über welch individuelle Qualität jeder United-Akteur verfügt. Der Pausenstand von 1:1 war eine Überraschung.
ManU hatte eine Vielzahl guter Chancen, doch 96 ging in Führung. Den Schuss von Jan Schlaudraff konnte Torwart Anders Lindegaard nicht festhalten, Artur Sobiech (25.) war zur Stelle. Drei Minuten später verfehlte der polnische Nationalstürmer den Ball nur knapp. Einen Schuss von Konstantin Rausch (39.) wehrte der ManU- Keeper nur mit Mühe ab. Zieler reagierte gegen Wayne Rooney prächtig, doch Javier Hernandez, Künstlername Chicharito (31.), staubte ab.
Nach der Pause blieb es offensiv – zunächst mit Vorteilen für die Roten, die kräftig durchgewechselt hatten. Karim Haggui (48.) erzielte per Kopfball nach Flanke von Christian Pander die erneute 96-Führung. Vier Minuten später wehrte Zieler gegen Chicarito ab, in der 54. scheiterte Didier Ya Konan an dem eingewechselten ManU-Stammkeeper David De Gea. Es blieb spannend und sehenswert. In der 65. Minute traf Moa Abdellaoue gar zum 3:1. Doch nur vier Minuten später zeigte Rooney seine Klasse mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 3:2. Englands Nationalstürmer blieb im Blickpunkt. Zieler soll ihn gelegt haben, Rooney (82.) verwandelte den Strafstoß selber zum Ausgleich. Neuzugang Shinji Kagawa (85.) von Dortmund traf zum Endstand von 4:3 für ManU. Auch wenn sich Lars Stindl gewünscht hätte, gegen ManU in einem Pflichtspiel anzutreten, es war ein interessanter Vergleich. Ob es in der übernächsten Saison zum erneuten Aufeinandertreffen, aber dann in der Champions League kommen kann, dafür können der Mittelfeldspieler und seine Mitspieler in der kommenden Saison der Bundesliga die Voraussetzung schaffen!
So waren die Roten in Form
Ron-Robert Zieler 2,5
Für ihn etwas besonders, schließlich ging es gegen seinen alten Club. Zeigte
sich hochmotiviert und war bei den Gegentoren ohne Chance. Klasse Parade gegen Hernandez (52.).
Sofian Chahed 4,5
Die fehlende Spielpraxis machte sich bei ihm bemerkbar. Wenn Gegenspieler
Young Tempo aufnahm, hatte er es schwer.
Mario Eggimann 3,5
Zu Beginn mit gutem Stellungsspiel, dann säbelte der Schweizer an einer Ecke
vorbei und hatte Glück, das Vidic den Ball in den Abendhimmel drosch.
Christopher Avevor 3
Wirkte bissig und war sich für keinen Weg zu schade; gerade wenn es gegen Rooney und Hernandez ging. Rettete stets in höchster Not (5., 23. und 24.). Gutes Spiel des Youngsters.
Christian Pander 3
Auch er spielt ja nicht allertage gegen Nani; das schien ihn zu motivieren. Hinten raus sicher und mit gefährlichen Flanken wie vorm 2:1 durch Haggui.
Henning Hauger 4
Dem Norweger fehlte oft die Abstimmung mit Nebenmann Andreasen im
defensiven Mittelfeld.
Leon Andreasen 3,5
Auch der Däne fand nicht wirklich den Zugriff gegen Kagawa & Co. Das Kurzpassspiel der Engländer stellte ihn oft vor Probleme.
Konstantin Rausch 4
Seine Tempoläufe kamen zu selten. Hatte über links auch viel Defensivarbeit zu
leisten.
Adrian Nikci 4,5
Der Schweizer Neuzugang sollte vor allem Spielpraxis sammeln. Legte los wie die Feuerwehr, hielt sich dann aber immer mehr zurück. Ließ Young ungeachtet laufen vorm 1:1.
Artur Sobiech 2,5
Sein Abstaubertreffer zum 1:0 (25.) kam nicht von ungefähr. War viel in Beweging und wirkte richtig fit.
Jan Schlaudraff 3,5
Trabte und trottete über den Platz, aber plötzlich zündetet dann die Rakete,
wie bei seinem Distanzschuss vor Führungstor. Guter Ideengeber, aber mit
zu vielen Pausen.
Steven Cherundolo 3
2. HZ: machte rechts hinten gut dicht und ließ sich auch vorne mal blicken.
Karim Haggui 3
2. HZ: klasse Kopfballtor zum 2:1; dann in der Abwehr nicht immer auf der
Höhe.
Lars Stindl 3
2. HZ: mit Dampf über rechts, da musste sich ManU erstmal dran gewöhnen.
Zu spät: bereitete das 3:1 mustergültig vor
Manuel Schmiedebach 3,5
2. HZ: mit viel Zugriff im Zentrum, das war gut so.
Sergio da Silvo Pinto 3
2. HZ: stellte die Ordnung im Mittelfeld her und kurbelte das Spiel immer
wieder nach vorne an, bis ManU ernst machte.
Szabolcs Huszti 3
2. HZ: sorgte für Wirbel über links und kommt immer besser in Fahrt.
Didier Ya Konan 3
2. HZ: machte ordentlich Alarm und war ein ständiger Unruheherd. Tauchte
dann ein wenig unter.
Mohammed Abdellaoue 2,5
2. HZ: was für ein geniales Tor mit der Hacke zum 3:1. Das sollte ihm gut tun!
Niko Gießelmann -
Kam für Pander kurz vor Schluß als das Spiel gelaufen war. ck







