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Im Gespräch mit Konstantin Rausch

Hannover 96 ist für seine gute Jugendarbeit bekannt. Seit 2004 tritt Konstantin Rausch in die Fußstapfen eines Per Mertesacker oder Gerald Asamoah. Mit 17 Jahren war er der jüngste Akteur, der für die Roten jemals in der Bundesliga gespielt hat. Der schnelle Außenbahnspieler, er wurde am 15. März 1990 in Koschewnikowo (Sibirien) geboren, hat seine Profikarriere auf der Überholspur gestartet, und deshalb können wir auch getrost auf das A verzichten. Heute stellen wir Ihnen Konstantin Rausch von D wie Die Roten bis Z wie Ziele vor.

Die Roten

Ich hatte beim SV Nienhagen viele Angebote vorliegen. 96 hat sich sehr um mich bemüht, und ich wollte nah bei meiner Familie bleiben. Diese Faktoren führten mich zu den Roten. Seit 2004 bin ich hier und das zeigt, wie wichtig mir dieser Verein ist. Er ist eine Herzensangelegenheit.
Erstligadebüt

Das war am 30. März 2008 beim 0:0 gegen den VfB Stuttgart. Es war für mich das schönste Erlebnis, das ich bislang hatte. Damals war ich 17 Jahre alt, und ich durfte mit den Besten trainieren. Deshalb konnte ich mich früh gut entwickeln.
Europa League

Damit hat wohl niemand gerechnet, dass wir dies schaffen würden. Es zeigt, wie positiv sich bei 96 alles entwickelt hat. Wir sind jetzt durch den Sieg beim FC Kopenhagen in unserer Gruppe gut positioniert. Das ist ein Traum, den viele in Hannover und wir leben. Wir hoffen und werden alles dafür tun, dass er weitergeht.
Einzelhandelskaufmann

Nachdem ich zu 96 gekommen bin, habe ich eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei „Blade Runner“ begonnen. Ich bin dankbar, dass ich dort Ausbildung und Fußball gut kombinieren konnte.
Felix Burmeister

Wir kennen uns seit meinem siebten Lebensjahr. Felix ist mein bester Freund. Wir haben lange zusammen Fußball gespielt und hier in Hannover zusammengewohnt. Schade, dass er zu Arminia Bielefeld in die 3. Liga gewechselt ist. Doch egal, wo wir spielen, wir werden uns so oft sehen, wie es geht.
Fritz-Walter-Medaille

Diese Auszeichnung habe ich 2007 bekommen. Zunächst musste ich mich erkundigen, was die überhaupt zu bedeuten hat. Die Auswahl wird nach menschlichen und fußballerischen Gesichtspunkten getroffen. Das war eine große Ehre für mich, mit der ich nie gerechnet hatte.
Koschew-
nikowo
In Koschewnikowo habe ich meine ersten sechs Jahre gelebt, bis meine Familie nach Deutschland gekommen ist. Es ist ein Dorf, das nahe bei Novosibirsk liegt. Mit der Zeit sind die Erinnerungen verblasst, aber gegenwärtig ist mir immer noch, dass wir in einem Holzhaus lebten und rund um unser Dorf viel Natur zu erkunden war.
Lieblingsposition

Seit dem vergangenen Jahr ist die linke Mittelfeldseite meine Lieblingsposition, aber ich hätte auch keine Probleme, mich wieder in der Abwehr hinten links zu finden. Ich habe im Mittelfeld meine Stärken, weil ich dort Abwehr und Offensive unterstützen kann. Ich meine, das passt sehr gut zu mir.
Michael Tarnat

Zu „Tanne“ habe ich aufgeblickt. Er war nicht nur fußballerisch überragend, sondern auch menschlich, und hat mir eine Menge mit auf den Weg gegeben.
Nationalmannschaft

Seit der U17 habe ich für die Nationalteams viele Spiele und wichtige Turniere bestritten. Da waren immer tolle Erlebnisse dabei. Diese internationalen Vergleiche helfen jungen Spielern und bringen letztlich eine Erfahrung, die für die persönliche Entwicklung einen hohen Stellenwert hat.
SV Nienhagen

Zum SV Nienhagen bin ich gewechselt, weil der die erfolgreichste Jugendarbeit im Landkreis Celle betrieb. Anderthalb Jahre blieb ich dort. Wir hatten beim SV ein international besetztes Jugendturnier und sind mit dem Stützpunkt Celle angetreten. Dabei konnte ich das Interesse von Vereinen wie dem PSV Eindhoven, Feyenoord Rotterdam und Bundesligisten wecken.
Tattoos

Ich mag Tattoos und habe mittlerweile drei. Jedes hat eine besondere persönliche Bedeutung für mich.
TuS Lachendorf

Meine Eltern wohnen in Lachendorf, und deshalb habe ich beim TuS mit dem Fußball begonnen. Es waren schöne und unbeschwerte Jahre.
VfL Wolfsburg

Wir sammeln jetzt neue Kräfte und dann hoffe ich, dass wir am Sonnabend beim VfL Wolfsburg endlich mal wieder gewinnen werden. Möglich sollte das sein.
Weltmeisterschaft

Bei der U17-Weltmeisterschaft haben wir Bronze gegen Ghana gewonnen. In den vier Wochen in Südkorea haben wir nicht nur fußballerisch viel erlebt, wenn ich alleine an die schwülen Temperaturen zurückdenke. Wir wären gerne ins Finale gekommen, sind aber gegen Nigeria ausgeschieden. Es wurde gemunkelt, dass bei den Nigerianern ältere Spieler dabei waren, und das war schwer auszugleichen.
Ziele

Ich hoffe, dass wir wieder eine erfolgreiche Saison in der Bundesliga spielen und auf international gute Ergebnisse. Wer weiß, wo uns dann der Weg in der Europa League noch hinführen wird. Persönlich wünsche ich meiner Familie und mir Gesundheit.
Dieter Kösel

Das war der 15. Teil unserer 96-Serie – kommenden Mittwoch geht es weiter, stellen wir Ihnen einen weiteren Profi vor.


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