Stadionbad wieder geöffnet
Heiko Zapke, technischer Leiter der Bäderverwaltung, Dezernentin Konstanze Beckedorf und Heike Rudolph, Leiterin des Fachbereichs Sport bei der Eröffnung des Stadionbades. Foto: Niehaus

Stadionbad wieder geöffnet

Das Warten hat (vorerst) ein Ende: Seit Montagnachmittag, 14 Uhr, wird im Stadionbad wieder geschwommen. Nach sieben Monaten Bauzeit hat Hannovers größtes Hallenbad für den Schwimmbetrieb geöffnet. Den Termin hatte die Stadt mehrfach verschoben, weil bei den Arbeiten zusätzliche Mängel etwa bei der Wasserversorgung entdeckt wurden. Die Stadt hatte dort Sanierungsarbeiten für bislang insgesamt knapp 2,9 Millionen Euro durchführen lassen. Weitere sieben Millionen Euro sollen bis 2021 folgen. Das bedeutet: Eine weitere Sperrung für den Badebetrieb ist absehbar.

Über die Jahre hat sich im 1972 gebauten Stadionbad ein Sanierungsstau gebildet, der nun langsam abgearbeitet wird. Insgesamt drei Bauabschnitte sind geplant, der erste ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. „Die Außenanlagen müssen noch gemacht werden“, sagt Heiko Zapke, technischer Leiter bei der Bäderverwaltung, das „geschieht, sobald das Wetter wieder etwas besser ist“, verspricht er. In Abschnitt zwei – geplant für 2017/2018 und drei – geplant für 2021, sollen Undichtigkeiten im Nichtschwimmerbecken beseitigt, der Fliesenbelag rund um die Becken und weitere WC-Anlagen erneuert werden. Außerdem werde untersucht, ob auch das Dach saniert werden muss, so Zapke.

„Wir überlegen, ob wir die Bauabschnitte zwei und drei zusammenlegen“, sagt Zapke, aber das bedeute, dass das Bad dann bis zu eineinhalb Jahren geschlossen bliebe. „Die Sanierung ist eine echte Aufgabe für die Stadt“, sagt Konstanze Beckedorf, Sozial- und Sportdezernentin der Stadt.

Saniert: Der Sprungturm im Stadionbad ist wieder schön – mit einem Flachstahlgeländer. Foto: Niehaus

Für den ersten Bauabschnitt hat die Stadt fast 2,9 Mionen Euro in die Hand genommen. Größter Einzelposten mit knapp 1,3 Millionen Euro war die Teilsanierung der Dusch- und WC-Anlagen. 916 000 Euro wurde für die Sanierung der Zugangsbrücke eingeplant. „Wie viel Geld das alles kostet, kann man auf den ersten Blick gar nicht sehen“, sagt Beckedorf. So habe allein die Teilsanierung des Sprungturmes über 126 000 Euro gekostet. Eine Investition, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Wie die Plattformen, oder die Geländer. „Die waren aus Rundstahl und schon angerostet“, erzählt Zapke, „jetzt sind sie schön schick aus Flachstahl“.

Inzwischen beschäftigt das Stadionbad auch des Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege. „Die Architektenkammer hat für das Gebäude Denkmalschutz beantragt“, sagt Beckedorf in einem Nebensatz. „Der Antrag werde jetzt von der zuständigen Behörde geprüft“.
Da der Ausgang der Prüfung ungewiss sei, habe man bei der Sanierung vorausschauend gearbeitet. So sei der Terrazzoboden im Eingangsbereich bereits im Vorgriff auf eine mögliche Entscheidung der Landesdenkmalbehörde verlegt worden.
Denn, so Beckedorf, es sei widersinnig, erst einen anderen, preiswerteren, Boden zu verlegen und dann noch einmal Geld auszugeben, um die Auflagen des Denkmalschutzes zu erfüllen.

Das Stadionbad sei, so Beckedorf, Hannovers größtes Hallenbad und gleichzeitig auch das wichtigste. „Hier finden nationale Wettkämpfe statt, Schwimmvereine trainieren hier und Schulen nutzen das Bad für den Schwimmunterricht“, so die Sozial- und Sportdezernentin.  Spätestens für 2018/2019 kündigte sie auch eine Erhöhung der Eintrittspreise an. „Das wurde im Rat beschlossen“, so Beckedorf.

Das Stadionbad

1972 im Olympiajahr erbaut, ist das Stadionbad das Highlight im Sportpark Hannover. Und das nicht nur, weil sich der Bau mit dem muschelartigen Kupferdach architektonisch eindrucksvoll präsentiert. Das Hallenbad verfügt über ein separates Nichtschwimmerbecken mit einer Wassertemperatur von 30 Grad sowie ein Sportbecken mit einer Bahnlänge von 50 m mit 8 Bahnen und einer Wassertemperatur von 26 Grad. Es verfügt über eine Hubwand, mit der das Becken geteilt werden kann. Ein 10m-Sprungturm ist ebenfalls vorhanden.

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