Stefanie Paul fährt in Topform

Rad-Cross: Titel beim Deutschland-Cup und Vize bei den deutschen Meisterschaften

Anstrengende Wochen liegen hinter Stefanie Paul: Die Rennfahrerin der RSG Hannover kehrte mit einem achtbaren 28. Rang von ihrer ersten Weltmeisterschaftsteilnahme im Rad-Cross zurück. Im luxemburgischen Bieles hatte sie gegen die starken Konkurrenten ohnehin nur Außenseiterchancen auf einen vorderen Platz. Nach einem technischen Defekt, bei dem die Kette vom Rad abgesprungen war, waren alle Hoffnungen dahin. „Unter den Bedingungen muss ich mit dem Platz wohl zufrieden sein“, sagte Paul. Erschwerend kam noch hinzu, dass aufgrund von Eisglätte kein ausgiebiges Erkunden auf der Strecke für sie möglich war. Im Rennen auf anspruchsvoller Strecke folgten viele Stürze. Davon blieb Paul zumindest verschont. „Ich hatte mich meist für die sicherere Variante auf der Strecke entschieden“, sagte sie.
Die Rennen vor der WM hätten für Paul kaum besser laufen können: Denn Paul sicherte sich zunächst den Titel der Cross-Fahrer bei der Rennserie  Deutschland Cup und wurde eine Woche darauf deutsche Vize-Meisterin. Erst im Nachhinein hatte Stefanie Paul realisiert, was sie für eine tolle Leistung beim finalen Rennen um den Deutschland Cup in Herford gezeigt hatte. „Das Rennen und die Siegerehrung liefen wie immer ab, deshalb habe ich das Besondere erst später begriffen“, sagte sie. Paul sicherte sich mit einem zweiten Platz den Gesamtsieg in der Rennserie für Cross-Radrennfahrer. Bei diesem Wettbewerb startete Paul für das Stevens Racing Team aus Stuttgart. Der Erfolg war denkbar knapp, denn Paul hatte am Ende lediglich zwei Punkte Vorsprung auf ihre Mannschaftskollegin Lisa Heckmann. Doch die Hannoveranerin zeigte sich beim finalen Rennen angriffslustig. „Ich bin mit dem Boden sehr gut klargekommen, obwohl die Spurrillen vom Rennen des Vortages gefroren waren. Aber ich hatte gute Beine“, so Paul. Dabei waren die Voraussetzungen keineswegs gut gewesen, denn nach den Weihnachtsfeiertagen lag sie mit einem Magen-Darm-Virus im Bett und konnte nicht mehr nach Wunsch trainieren. Ihre ärgste Kontrahentin auf den Gesamtsieg, Lisa Heckmann, die ebenfalls für das Stevens Racing Team startete, hatte im Rennen leichte Schwierigkeiten und befand sich vom Start weg in der Verfolgerrolle. Paul und die Teamkollegin Jessica Lambracht zogen davon, sie musste sich der deutschen U23-Meisterin am Ende aber geschlagen geben.
Auch bei der Deutschen Meisterschaft in Queidersbach bei Kaiserslautern kamen Paul und Lambracht am besten auf dem gefrorenen und teils mit Schnee bedeckten Boden zurecht. Auf dem Rundkurs war schnell klar, dass nur eine dieser beiden Fahrerinnen am Ende den Titel gewinnen würde. Paul, die sich seit Monaten in Topform befindet, versuchte nach der Hälfte der Strecke, ihre Konkurrentin abzuschütteln. Zwei Runden vor dem Ende stürzte sie aber nach einem Fahrfehler und musste Lambracht davonziehen lassen. Doch Platz zwei war nicht mehr gefährdet. Der Vorsprung auf die drittplatzierte Heckmann betrug im Ziel 1:40 Minuten. bo

Fährt in einer
ganz starken Form:
Rad-Cross Vize-Meisterin
Stefanie Paul.
Foto: r

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