Stöche in der Region Hannover brüten mit großem Erfolg
51 Storchenpaare brüten in der Region Hannover. Foto: Pixabay Foto: Pixabay

Stöche in der Region Hannover brüten mit großem Erfolg

Brut-Rekord bei den Störchen: In der Region Hannover sind in diesem Jahr 102 Jungstörche flügge geworden. Das sind doppelt so viele wie 2014. Mehr Störche als in diesem Jahr wurden zuletzt 1934 gezählt. Damals hatte es 144 Junge gegeben. Bei der nächsten Zählung im Jahr 1958 waren es dann nur noch 55 Jungstörche. Auch die Zahl der Brutpaare ging im Laufe der Zeit deutlich zurück. Der Tiefstand war im Jahr 1988 mit acht Paaren erreicht. In diesem Jahr haben in der Region wieder 51 Storchenpaare gebrütet und damit fast so viele wie 1934 (55 Paare).
„Es ist ein gutes Jahr für Adebar geworden. So viele Jungvögel gab es in der Nachkriegszeit wahrscheinlich noch nie“, so Reinhard Löhmer, der Naturschutzsbeauftragte für die Weißstorchbetreuung in der Region. Das haben sie wohl vor allem dem besonders üppigen Nahrungsangebot zu verdanken. Vor allem die Feldmäuse hätten sich in diesem Jahr massenhaft vermehrt, erklärt der Experte. Das konnte den Engpass an Insekten und Regenwürmern, die weit oben auf dem Speiseplan der Störche stehen, mehr als wett machen. Die Population dieser Tierarten fiel wegen der trockenen und kühlen Witterung verhältnismäßig klein aus.
Was den Insekten und Regenwürmern schadete, kam den Störchen letztlich sogar entgegen. So blieb ihnen immerhin die problematische Kombination aus Kälte und Dauerregen erspart, die in den vergangenen Jahren viele JungsEs kamen nicht nur mehr Jungstörche durch, sondern es haben auch mehr Paare gebrütet. Während im vergangenen Jahr 40 Prozent der Storchenpaare ohne Nachwuchs blieben, waren ist jetzt nur 20 Prozent. Auch langfristig sieht es für die Störche in der Region gut aus: In den vergangenen fünf Jahren hat sich ihr Bestand Löhmer zufolge mehr als verdoppelt. Die Zahl der besetzten Nester stieg von 24 im Jahr 2010 auf 45 im Jahr 2014; in diesem Jahr waren es sogar 51.
Ein Grund für den Zuwachs an Brutpaaren könnte das veränderte Zugverhalten sein. Dafür spricht auch, dass es die Zunahme gerade bei den Störchen gibt, die nach Westen ziehen. Die Mehrzahl von ihnen fliegt seit den 1990er Jahren nicht mehr über Gibraltar nach Südafrika, sondern überwintert in Südspanien. Wegen der kürzeren Distanz kehren die Störche dann gerade bei milder Witterung früher im Jahr an ihren Brutort zurück, sodass mehr Zeit für die Aufzucht bleibt. Die Jungstörche kommen – anders als früher – oft schon vor dem dritten bis fünften Lebensjahr in ihr Geburtstgebiet zurück. Außerdem sterben weniger Störche auf den kürzeren Zugwegen und in den neuen Winterquartieren.
Der Lebensraum habe sich für die Störche in der Region hingegen nicht verbessert. Vor allem der Erhalt von Grünland und eine weniger intensive landwirtschaftliche Nutzung seien wichtig für die Störche. „Um die Brutpopulation auf gegenwärtigem Niveau zu halten, bedarf es weitere Anstrengungen beim Erhalt und der ökologischen Entwicklung des Lebensraums“, so Löhmer.törche nicht überlebt hatten

 

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