Weihnachtsstress? Nein Danke.

Weihnachtsstress? Nein Danke.

Von wegen „Stille Nacht“! Zwar gibt es keine amtlichen Statistiken, aber nach allgemeiner Erfahrung erlebt mindestens jeder Zweite in Deutschland die Weihnachtstage als stressig. In vielen Familien gibt es Streit, der irgendwie mit Weihnachten zu hat. Und bei genausovielen Menschen erwächst regelmäßig der Vorsatz: Dieses Jahr wird alles anders. Aber wie vermeidet man Stress und Streit vor und an den Weihnachtstagen?

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten bricht unter der Menschheit regelmäßig die nackte Panik aus und sie begibt sich auf die Jagd nach Geschenken, die die Welt nicht braucht. So jedenfalls beschreiben die einschlägigen Lifestyle-Magazine und Illustrierten die Befindlichkeiten der Menschen vor den Festtagen. Pädagogen und Psychologen geben reichlich Tipps, auf die man freilich auch durch eigenes Nachdenken kommen kann: Erwarten Sie keine familiäre Weihnachts-Idylle. Verplanen Sie nicht jede Minute mit Besuchen, Einladungen, Unternehmungen. Verzichten Sie bei den Kindergeschenken auf eine Materialschlacht. „Perfekt-idyllische Feiertage gibt es einfach nicht“, sagt Psychologe Fritz Propach, Vorsitzender von Pro Psychotherapie e.V. „Da macht man uns mit glücklichen Kindern, Puderzuckerschnee und Kerzenschein etwas vor.“

Vermutlich kommt es bei den meisten Leuten auch bei weitem nicht so heftig, wie die Lebensberater es an die Wand malen. Denn, wenn man einer Umfrage der Apotheken-Umschau Glauben schenken mag, dann sind die Deutschen am Fest der Feste gar nicht so anspruchsvoll, wie immer getan wird. Ihre Wünsche klingen eher bescheiden: Sie wollen ihre Ruhe, gut essen und trinken. Einen schön geschmückten Tannenbaum, Weihnachtslieder hören oder singen. Eine besinnliche Christmette. Überhaupt ist es vielleicht eine gute Idee, sich darauf zu besinnen, worum es eigentlich geht. Weihnachten ist kein Stützungsprogramm für die Wirtschaft und auch keine familientherapeutische Intensivsitzung mit dem Zweck, alle Beteiligten in dreitägige Jubelarien zu treiben. Weihnachten ist etwas anderes. Aus christlicher Sicht ist es die Geburt Jesu und einer der drei höchsten Feiertage. Und bei einer rein diesseitigen Betrachtung eine besondere Gelegenheit, um zur Besinnung zu kommen und schöne, stimmungsvolle und glückliche Stunden zu verbringen.

Wie vermeiden Sie den üblichen Weihnachtsstress? (Umfrage/Fotos: Triller)

Wolfgang Schmidt (65), Pensionär, Obernkirchen: Weihnachten macht mir keinen Stress. Ich lasse die Feiertage auf mich zukommen. Was ich heute nicht schaffe, erledige ich morgen.

Wolfgang Schmidt (65), Pensionär, Obernkirchen:
Weihnachten macht mir keinen Stress. Ich lasse die Feiertage auf mich zukommen. Was ich heute nicht schaffe, erledige ich morgen.

David Stuttkewitz (15), Schüler, Hannover:  Der Stress zu Weihnachten entsteht hauptsächlich durch Geschenke kaufen. Ich habe meine Geschenke schon vor vier Wochen gekauft. Deshalb habe ich keinen Weihnachtsstress mehr.

David Stuttkewitz (15), Schüler, Hannover:
Der Stress zu Weihnachten entsteht hauptsächlich durch Geschenke kaufen. Ich habe meine Geschenke schon vor vier Wochen gekauft. Deshalb habe ich keinen Weihnachtsstress mehr.

Diana Meixner (44), Herrenschneiderin, Hannover: Ich erledige viele Dinge bereits einige Wochen vor den Feiertagen. Außerdem streiche ich konsequent Termine, wenn es mir zu viel wird. Dann ich gehe ich nur zu einer statt zu drei Weihnachtsfeiern.

Diana Meixner (44), Herrenschneiderin, Hannover:
Ich erledige viele Dinge bereits einige Wochen vor den Feiertagen. Außerdem streiche ich konsequent Termine, wenn es mir zu viel wird. Dann gehe ich nur zu einer statt zu drei Weihnachtsfeiern.

Rainer Henking (53), Physiker, Oldenburg i. Ol.: Ich habe keinen Weihnachtsstress. Ich freue mich auf die Feiertage mit Familie und Freunden und lese in Ruhe ein Buch. Ich lasse mir keinen Stress machen.

Rainer Henking (53), Physiker, Oldenburg i. Ol.:
Ich habe keinen Weihnachtsstress. Ich freue mich auf die Feiertage mit Familie und Freunden und lese in Ruhe ein Buch. Ich lasse mir keinen Stress machen.

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