Zahl der Taschendiebstähle steigt
Unbemerkt entwendet ein Taschendieb das Portemonnaie (Symbolbild).

Zahl der Taschendiebstähle steigt

Im Hauptbahnhof Hannover sind immer mehr Taschendiebe unterwegs. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat die Bundespolizei in den Bahnhöfen und Haltestellen der Landeshauptstadt 305 Diebstähle registriert. Das sind fast doppelt so viele wie im ersten Halbjahr 2014. Damals wurden bis Juni 157 Taten begangen, insgesamt waren es über das Jahr verteilt dann 379. Ein Anstieg ist in ganz Niedersachsen und Bremen zu beobachten: In den ersten fünf Monaten ereigneten sich dort in den Bahnhöfen insgesamt 1370 Handtaschen- und Gepäckdiebstähle und damit etwa 50 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Und nicht nur an den Bahnhöfen, auch im übrigen Stadtgebiet steigt die Zahl der Taschendiebstähle.

Im Jahr 2014 hat die Polizei in der Hannover 1965 Taten verzeichnet. Das sind etwa acht Prozent mehr als im Vorjahr. So viele Taschendiebstähle wie im vergangenen Jahr gab es in Hannover seit zehn Jahren nicht mehr. Für dieses Jahr prognostiziert die Polizei einen weiteren Anstieg.

Dabei sind nicht einsame Straßen am gefährlichsten. „Taschendiebe treten meist in Menschenmengen und im Team auf“, teilt Holger Hilgenberg, Pressesprecher der Polizeidirektion Hannover, mit. Deshalb sind auch Bahnhöfe, in denen oftmals großes Gedränge herrscht, beliebt bei Taschendieben. „In Niedersachsen stellt der Hauptbahnhof Hannover aufgrund seiner Funktion als großer Umsteige- und Zielbahnhof den absoluten Brennpunkt in diesem Deliktfeld dar“, teilt die Bundespolizeidirektion mit.

Um ihr Ziel zu erreichen, sind die Täter erfinderisch und lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen. Klassisch ist der Anrempler: Die Täter nutzen dann die „Schrecksekunde“, um an Tasche oder Portemonnaie zu gelangen. Einige beschmutzen sogar bewusst die Kleidung ihrer Opfer und bieten dann scheinheilig ihre Hilfe beim Säubern an. So kommen sie nah genug heran, um in die Tasche zu langen. Besonders mies: Ein Täter fragt nach dem Weg. Während dieses Ablenkungsmanövers entwendet ein Komplize das Portemonnaie.

Schutz vor Taschendieben
– Geld und Papiere in Brustbeutel, Gürteltasche oder einem Innenfach in der Handtasche verwahren
– Handtasche schließen und möglichst unter den Arm klemmen
– keine Einblicke in die Geldbörse gewähren
– nur so viel Bargeld mitführen wie benötigt wird
– Scheckkarte getrennt vom Geld aufbewahren

 

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