Abschied auf Raten. Die Telekom baut in Rethen und Gleidingen die letzten öffentlichen Telefone ab
Auch die Telefonsäule an der Hildesheimer Straße in Rethen wird bis zum Jahresende aus dem Stadtbild verschwinden.

Abschied auf Raten. Die Telekom baut in Rethen und Gleidingen die letzten öffentlichen Telefone ab

Laatzen. Öffentliche Telefone sind im Stadtbild bereits heute eine Seltenheit. Noch gibt es ihrer vier im Laatzener Stadtgebiet, bald werden es nur noch zwei sein: Die Deutsche Telekom hat angekündigt, noch in diesem Jahr zwei weitere Apparate demontieren zu wollen. Den Fernsprecher vor der alten Verwaltungsstelle an der Hildesheimer Straße in Rethen sowie das Gerät vor dem Haus Osterstraße 1 im Ortskern von Gleidingen.

Die Telekom begründet die Demontage mit der geringen Nutzung: Der monatliche Umsatz beider Telefone liege weit unter der Schwelle von 50 Euro. Die Standorte fallen damit unter die Regelung, die die Städte und Gemeinden mit dem Unternehmen getroffen haben. „Laut der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände können die Fernsprecher nach Zustimmung der Kommunen rückgebaut werden, sofern der monatliche Umsatz unter 50 Euro sinkt“, teilt die Stadt mit. Das deutliche Unterschreiten des Mindestumsatzes an den beiden Standorten zeige, dass deren Notwendigkeit nicht gegeben sei. Daher habe die Stadt gegen den Abbau keinen Einspruch eingelegt.

Vor drei Jahren sah dies noch anders aus: Bereits damals hatte die Telekom die beiden Fernsprecher im Visier, ließ sie dann aber auf Wunsch der Stadt Laatzen doch stehen. Zumindest ein Gerät pro Ortsteil sollte auf diese Weise erhalten bleiben, hieß es damals – mit Ausnahme von Ingeln-Oesselse, wo es schon länger keine Telefonzelle mehr gab.

An einem öffentlichen Fernsprecher telefonieren können die Laatzener damit künftig nur noch an der Ecke Alte Rathausstraße/Hildesheimer Straße in Alt-Laatzen sowie an der Stadtbahnhaltestelle Laatzen-Zentrum. Vor gerade einmal zehn Jahren hatte es in ganz Laatzen noch 44 Telefonzellen gegeben.

Bildquelle

  • : Johannes Dorndorf

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