Ein Gewinn für Ingeln-Oesselse. Investor und DRK feiern Richtfest für betreute Wohngemeinschaften auf dem ehemaligen Stümpelhof
Es sollte etwas Sinnvolles entstehen: die frühere Eigentümerin des Stümpelhofes, Waltraud Stümpel (2. von rechts) mit (von links) Ortsbürgermeister Rainer Hennies, Irene Banmann-Meyer vom DRK, Investor Dirk Berkefeld und Bürgermeister Jürgen Köhne.

Ein Gewinn für Ingeln-Oesselse. Investor und DRK feiern Richtfest für betreute Wohngemeinschaften auf dem ehemaligen Stümpelhof

Laatzen. „Das ist ein Gewinn für diesen Ort“, schwärmte Ingeln-Oesselses Ortsbürgermeister Heinrich Hennies. „Hier entsteht etwas, was nachgefragt wird“, ergänzte Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne. Rund 90 Gäste wohnten dieser Tage dem Richtfest auf dem ehemaligen Stümpelhof in Ingeln-Oesselse bei. Das Sehnder Unternehmen Beste Bau errichtet dort derzeit Räume für zwei vom DRK betreute Wohngemeinschaften, die ab Frühjahr 2020 bezogen werden sollen. Parallel wird das denkmalgeschützte Wohnhaus in eine Sozialstation mit 18 Tagespflegeplätzen umgebaut; in die alte Scheune im Westflügel soll eine Begegnungsstätte einziehen.

Aus Sicht Köhnes ein Projekt, das in die Zukunft weist: Nach der Schließung des Seniorenheims Tannenhof im Jahr 2010 gibt es zurzeit keine solche Einrichtung für ältere Menschen im Ort. „Hier geht es um die Menschen, die im Ort bleiben und am Leben teilnehmen wollen“, sagte Laatzens Bürgermeister.

Bei der Begrüßung der Gäste berichtete Investor Dirk Berkefeld über die Anfänge des Projekts: Im März 2014 habe ihn die frühere Eigentümerin Waltraud Stümpel auf den ebenfalls vom DRK betreuten City-Wohnpark Sehnde angesprochen – und ob er sich vorstellen könnte, etwas Ähnliches in Ingeln-Oesselse umzusetzen. „Ich habe mir das Hofensemble dann angeschaut und war sofort verliebt“, erinnerte sich Berkefeld. Die ursprüngliche Idee war, am Eichengrund Reihenhäuser zu errichten und in den Hofgebäuden Eigentumswohnungen zu bauen. Bei einer Infoveranstaltung im Ort habe es dann allerdings ganz andere Wünsche gegeben. „Das kam so toll an, dass wir die Nummer komplett gedreht haben.“

Zufrieden zeigte sich beim Richtfest auch Waltraud Stümpel. Auf den Wohnpark Sehnde sei sie zufällig beim Einkaufen in der Nachbarstadt aufmerksam geworden und habe daraufhin Kontakt mit Berkefeld aufgenommen. Der Hof habe lange leer gestanden. „Mein Ansinnen war, dass etwas Sinnvolles daraus entsteht.“

In der Tat werden nicht nur die Bewohner, sondern auch der übrige Ort von dem Projekt profitieren: In der Scheune im Westflügel entstehen Räume für eine Begegnungsstätte, die nicht nur vom DRK sondern auch von anderen Verbänden wie dem SoVD oder der AWO genutzt werden können. Köhne kündigte an, dass sich auch die Stadt bei der Begegnungsstätte engagieren werde. Hinzu komme ein Angebot der Ebelingschen Stiftung im denkmalgeschützten Wohnhaus.

Fertig werden soll das komplett sanierte und teils neu gebaute Ensemble zum 1. April 2020.

Bildquelle

  • : Johannes Dorndorf

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