Es fehlt an Bauland. Flächenmangel begrenzt Wunsch nach bezahlbaren Mieten und Barrierefreiheit für ältere Menschen
Das Interesse ist groß: Rund 60 Senioren kamen zu der Veranstaltung des Seniorenbeirates und des Seniorenbundes.

Es fehlt an Bauland. Flächenmangel begrenzt Wunsch nach bezahlbaren Mieten und Barrierefreiheit für ältere Menschen

Laatzen. Die Resonanz auf ihre Veranstaltung, sie scheint dem Seniorenbeirat und dem Christlichen Seniorenbund Immanuel Alt-Laatzen Recht zu geben. Rund 60 Gäste zählte die Podiumsdiskussion, in deren Rahmen sich Experten der Wohnungswirtschaft am Montag dieser Woche über hohe Mieten, Wohnungsknappheit und fehlende Barrierefreiheit austauschten. Themen, die gerade auch für ältere Menschen von zentraler Bedeutung sind.

Karl Heinz Range, Geschäftsführer der KSG Hannover, machte gleich eingangs der Diskussion deutlich, dass es in Laatzen an Bauland für bezahlbare, barrierefreie Wohnungen fehle. In den neu errichteten Gebäuden an der Gutenbergstraße mit ihren barrierefreien Wohnungen seien 10 Euro pro Quadratmeter zu zahlen. Das jedoch, so Range, könne sich längst nicht jeder Rentner leisten.

Das Vorgehen, Wohnungen bei Bedarf individuell umzugestalten, gab der Geschäftsführer der Wohnungsbaugenossenschaft Laatzen (WBG), Martin Stegen, zu bedenken, helfe in vielen Fällen nur bedingt weiter. Kaum realisierbar sei es, komplette Gebäude nachträglich barrierefrei umzugestalten. Die Erfahrung zeige, dass die Mieter anschließend durch hohe Betriebskosten belastet würden.

Stadtbaurat Axel Grüning verwies darauf, dass die Stadt – etwa mit dem Bau von zehn Servicewohnungen am Flebbehof sowie dem geplanten Neubau an der Senefelderstraße – bereits einige Projekte für sozialverträgliches, barrierefreies Wohnen ermöglicht habe. „Wenn wir mehr Grundstücke hätten, würden wir auch noch mehr machen“, sagte Grüning. Für den Flächenerwerb stünden im Haushalt 500.000 Euro bereit. Abgerufen worden seien sie in Ermangelung entsprechender Angebote bislang nicht.

Dr. Werner Läwen, der die Veranstaltung moderierte, kündigte vor diesem Hintergrund abschließend an, das Thema in die Politik tragen zu wollen. Es komme darauf an, so der Vorsitzende des Seniorenbundes, konkrete Konzepte für den Wohnungsbau zu entwickeln, in denen Wohnungen für Senioren ausdrücklich Berücksichtigung fänden.

 

Bildquelle

  • Wohnen: Stephanie Zerm

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