Hannover wird kräftig wachsen

Hannover wird kräftig wachsen

Prognose vorgestellt: 2030 werden fast 550.000 Menschen in der Landeshauptstadt leben

Hannover. Die Stadt gewinnt, das Umland verliert: Das ist das Ergebnis der „Bevölkerungsprognose von 2014 bis 2025/2030“, die die Stadt und Region jetzt herausgegeben haben. Demnach wird die Bevölkerungszahl in der Region insgesamt leicht um 1,3 Prozent von 1,139 Millionen auf 1,153 Millionen Menschen ansteigen.

Dabei gibt es aber deutliche Unterschiede zwischen der Stadt und den ehemaligen Landkreiskommunen. Während in Hannover die Einwohnerzahl von 524.450 auf 543.600 steigen wird, wird die Bevölkerung des Umlandes bis 2030 um 0,8 Prozent von 614.250 auf 609.300 zurückgehen. Der Stadt kommt zum einen zugute, dass sie als Ausbildungs- und Hochschulstandort sowie als Arbeitsmarktzentrum für viele Menschen attraktiv ist. Folge: Im Prognosezeitraum werden rund 60.000 Menschen aus allen EU-Staaten nach Hannover kommen, sagen die Statistiker voraus.

Im Umland hingegen altere die Bevölkerung rapide. Dort werde es relativ viele Sterbefälle hochaltriger Menschen ab 85 Jahren geben, so die Studie. Diese Sterbefälle würden den Bevölkerungszuwachs der gesamten Region etwas kompensieren. Im Umland hingegen altere die Bevölkerung rapide. Dort werde es relativ viele Sterbefälle hochaltriger Menschen ab 85 Jahren geben, so die Studie. Diese Sterbefälle würden den Bevölkerungszuwachs der gesamten Region etwas kompensieren.

Insgesamt wird die Bevölkerung des Umlandes bis 2025 leicht um 0,2 Prozent und bis 2030 um 0,8 Prozent von 614.250 auf 609.300 Personen zurück gehen. Generell wird der Anteil älterer Menschen stärker zunehmen. In der Landeshauptstadt wächst die Zahl der Menschen ab 65 Jahre um 18,6 Prozent, in der gesamten Region ist der Anstieg etwas höher (20,5 Prozent).

Allerdings wird es in einigen Umland-Kommunen deutlich mehr Menschen geben. So müsse man in Langenhagen mit einem Plus von 4,7 Prozent, in Laatzen von plus 1,9 Prozent, in Gehrden von plus 1,7 Prozent und in Sehnde von plus 1,6 Prozent rechnen. Eine Ursache dafür könnten auch die verschiedenen Geburtenraten in Stadt und Umland sein. Im Umland bekommt eine Frau durchschnittlich 1,46 Kinder, in der Stadt 1,30 Kinder. Im Vergleich zu den Jahren 2008 bis 2010 ist die Geburtenrate etwas zurückgegangen: Sie lag zuvor in der Region bei 1,37 Kindern pro Frau: in der Landeshauptstadt bei 1,31 und im Umland bei 1,48 Kindern pro Frau. Im Umland sind die Frauen bei der Geburt etwas jünger als in der Stadt. Während Frauen, die im Umland leben, im Durchschnitt 30 Jahre alt sind, wenn sie ihr erstes Kind zur Welt bringen, sind sie in der Stadt 32 Jahre alt.

Die höchsten Geburtenraten der Region Hannover finden sich in den drei Prognosebezirken Vinnhorst (1,96 Kinder je Frau), Mühlenberg (1,94) und Vahrenheide (1,76) der Landeshauptstadt Hannover, gefolgt von der Stadt Gehrden (1,64). Die geringste Geburtenrate im Prognosebezirk Mitte (0,97) ist nur halb so hoch wie die in Vinnhorst, das regenerative Verhalten innerhalb der Stadt Hannover zeigt somit deutliche räumliche Unterschiede.

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