Laatzens Kulturschaffende vernetzen sich. 50 Interessierte folgen Einladung der Stadt zum ersten Runden Tisch Kultur
Etwas in Gang gesetzt: Rund 50 Kulturschaffende folgten in der vergangenen Woche der Einladung der Stadt zum ersten Runden Tisch Kultur.

Laatzens Kulturschaffende vernetzen sich. 50 Interessierte folgen Einladung der Stadt zum ersten Runden Tisch Kultur

Laatzen. Mit dieser Resonanz hatte die Stadt nicht gerechnet: Rund 50 Vertreter der Laatzener Kulturszene – angefangen bei der Musikschule und dem Kunstkreis Laatzen über die Kinder- und Jugendkreativschule Jukus und die AWO Rethen-Koldingen-Reden bis hin zu Gertrudens Kulturladen und dem Förderverein Park der Sinne – waren kürzlich der Einladung der Verwaltung zum ersten Runden Tisch Kultur gefolgt, um sich in diesem Rahmen über das Thema Kultur in Laatzen auszutauschen.

Eine Resonanz, die zeigt, dass es in Laatzen durchaus eine lebendige Kulturszene gibt. Allerdings seien deren Angebote, so der allgemeine Tenor, kaum bekannt. Nur wer die kulturellen Player kenne und gezielt nach ihnen suche, wisse, was in Laatzen los sei, äußerte sich etwa der Geschäftsführer der Leine-VHS, Jürgen Beckstette. Ein schneller, informativer Überblick könne dazu beitragen, die vorhandenen Angebote und Aktivitäten bekannter zu machen.

Eine Funktion, wie der Leiter des Teams Stadtplanung und Wirtschaftsförderung, Jörg Schmidt, eingestand, die die Terminübersicht auf der Internetseite der Stadt aktuell nur ansatzweise erfüllt. Hier, so Schmidt, müsse die Stadt offenbar noch an ihrer Kommunikation arbeiten. Von dem Künstler Jürgen Vollmer – er hatte die Einrichtung des Runden Tisches Kultur gemeinsam mit dem FDP-Stadtverbandsvorsitzenden Gerhard Klaus im Herbst vergangenen Jahres angeregt – wurde ferner moniert, dass der Begriff Kultur auf der Startseite von www.laatzen.de bis heute nicht auftauche. Dies, so Vollmer, gehöre dringend geändert.

Kurt Klose, der Leiter der weit über die Grenzen der Stadt bekannten Bigband Labiba, sprach im weiteren Verlauf die Auswirkungen des fehlenden Kulturetats an: „Wir spielen im ganzen norddeutschen Raum, aber fast nie in Laatzen, weil es von der Stadt kaum Unterstützung gibt.“ Ein Problem, für das es vermutlich keine schnelle Lösung geben wird, da die finanziellen Möglichkeiten der Stadt, wie Laatzens Stellvertretender Bürgermeister und SPD-Ratsfraktionsschef Ernesto Nebot Pomar ausführte, begrenzt seien. Dies gelte, so Schmidt, auch für Ideen wie einen Veranstaltungssaal mit bis zu 1000 Plätzen oder die Überdachung der Tribüne im Park der Sinne. Er versprach jedoch, zumindest das Saalthema bei der Planung des neuen Rathauses und des Erich Kästner-Schulzentrums „auf dem Zettel“ zu haben.

Konkretes Ergebnis des ersten Runden Tisches Kultur ist eine Teilnehmerliste, die es den Laatzener Kulturschaffenden ermöglichen soll, untereinander Kontakt aufzunehmen und sich gegebenenfalls gegenseitig zu unterstützen – sei es in organisatorischer, technischer oder personeller Hinsicht. Ein wichtiger Punkt, wie Vollmer anmerkt, sei er doch überrascht gewesen, wer sich alles zu dem Treffen angemeldet habe.

Alles in allem fällt Vollmers Fazit der Veranstaltung positiv aus. „Man hat gesehen, dass es unter den Kulturschaffenden einen Bedarf gibt, sich – und dies gilt auch für den Dialog mit Stadt – offen auszutauschen und dass es eine ganze Reihe von Dingen gibt, dies sich optimieren ließen.“ Insofern sei mit diesem ersten Treffen etwas in Gang gesetzt worden, so Vollmer, dem als Fernziel eine Art Leitfaden für die Themen Kunst und Kultur in Laatzen vorschwebt. Ein Thema für den nächsten Runden Tisch Kultur, zu dem die Stadt voraussichtlich Anfang November einladen wird.

Bildquelle

  • Kultur: Astrid Köhler

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.