Vom Planspiel zur Energiewende. Schüler der KGS Pattensen entwickeln im Rahmen des Projektes „plenergy“ Ideen für den Klimaschutz vor Ort
Von der Projekt-Idee überzeugt (von links): Dagmar Moldehn, Joshua Kimpioka, Ramona Schumann und plenergy-Projektleiterin Andrea Werneke mit den Schülerinnen Lilli Klara und Janna.

Vom Planspiel zur Energiewende. Schüler der KGS Pattensen entwickeln im Rahmen des Projektes „plenergy“ Ideen für den Klimaschutz vor Ort

Pattensen. Sein Ziel ist es, neue und vielleicht auch ungewöhnliche Ideen für den Klimaschutz und die Energiewende vor Ort zu entwickeln und zugleich den Austausch zwischen den Jugendlichen und den lokalen Akteuren zu fördern. Erstmals umgesetzt wurde das neue Projekt der Klimaschutzagentur Region Hannover mit dem Titel „plenergy – Vom Planspiel zur Energiewende“ in der vergangenen Woche an der KGS Pattensen. Zentraler Bestandteil: ein von rund 60 Schülern gebildetes „Energiewende“-Parlament, in dem über mögliche Maßnahmen zum Klimaschutz diskutiert und abgestimmt wurde.

Zuvor hatten sich die Schüler – begleitet von einem Moderatorenteam und Fachleuten – in Fachausschüssen mit Themen wie Mobilität, Strom, Wärme und Konsum auseinandergesetzt und entsprechende Ideen und Vorschläge entwickelt, über die dann im Parlament abgestimmt wurde. Dazu zählten unter anderem ausgiebig und kontrovers diskutierte Vorschläge zur Finanzierung vergünstigter Schülerfahrkarten für den Öffentlichen Nahverkehr, ein Bike-Sharing-Projekt für alle Pattenser Ortsteile oder auch die Förderung des Baus von Passivhäusern. Angesprochen wurden darüber hinaus der Bau sogenannter Insektenhotels und die vermehrte Anlage von Blumenwiesen sowie – zwecks Reduzierung des Plastikmülls – die Eröffnung eines Schulkiosks.

Viele gute Ideen also, wie Pattensens frisch gewählter Jugendbürgermeister Joshua Kimpioka befand, der als Zuhörer an der Sitzung des Parlamentes teilnahm. Geleitet wurde diese von Bürgermeisterin Ramona Schumann, die nach ihren Worten keinen Moment gezögert hatte, als ihr Klimaschutzmanagerin Dagmar Moldehn die Teilnahme an dem Projekt der Klimaschutzagentur vorschlug. „Ich weiß, wie wichtig den Kindern und Jugendlichen in Pattensen das Thema Klimaschutz und Energiewende ist. Das zeigt das vielfältige Engagement mit dem sich die Schüler etwa beim Schulwald oder den Global Goals einbringen“, sagte Schumann.

Tag drei des Planspiels diente – vermittelt über eine Art Speeddating – dem Zweck, die Schüler mit Vertretern örtlicher Initiativen und weiteren engagierten Menschen in Kontakt zur bringen. „Dadurch können langfristig neue Verbindungen zu tatkräftigen Gruppen entstehen, die es den Schülern ermöglichen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen“, sagte Projektleiterin Andrea Werneke von der Klimaschutzagentur, die sich bei der Stadt und der KGS dafür bedankte, es den Jugendlichen mit dem Projekt ermöglicht zu haben, sich vor Ort aktiv für den Klimaschutz zu engagieren.

Das Projekt „plenergy – Vom Planspiel zur Energiewende“ wird von der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums als „innovatives Klimaschutzprojekt mit bundesweiter Ausstrahlung“ bis Ende 2021 gefördert. Nach der Umsetzung in Pattensen können sich noch zwei weitere Kommunen aus der Region für Planspiele im Herbst dieses Jahres bewerben. Ein von den Pattenser Schülern mit Unterstützung von zwei Medienpädagogen erstellter Blog ist ebenfalls unter www.plenergy.de zu finden. red

Bildquelle

  • : Florian Arp

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