Wirtschaftsdaten sind nicht alles. „Großer Preis des Mittelstandes“ nimmt Unternehmen als Ganzes in den Blick / Zwei Pattenser Mittelständler nominiert
Freuen sich gemeinsam über die Nominierung für den „Großen Preis des Mittelstandes“ (von links): Bürgermeisterin Ramona Schuhmann, Geschäftsführer Kai Oppenborn, JRS-Prokurist Hans-Jürgen Rook und Pattensens Wirtschaftsförderer Arne Schütt.

Wirtschaftsdaten sind nicht alles. „Großer Preis des Mittelstandes“ nimmt Unternehmen als Ganzes in den Blick / Zwei Pattenser Mittelständler nominiert

Pattensen. Der von der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgeschriebene „Große Preis des Mittelstandes“ gilt als einer der wichtigsten Wirtschaftspreise der Bundesrepublik. Wer ihn in diesem Jahr entgegennehmen wird, ist noch völlig offen: Zwei in Pattensen angesiedelte Unternehmen – die JRS Prozesstechnik GmbH & Co KG und die Calenberger Backstube Oppenborn OHG – haben zumindest die erste Hürde bereits genommen: Beide Mittelständler gehören zu den bundesweit insgesamt 700 Unternehmen, die von der Jury für die Teilnahme an dem Wettbewerb nominiert wurden. Ihre Wettbewerbsunterlagen eingereicht hatten zuvor 5400 Unternehmen aus ganz Deutschland.

Im Selbstverständnis der Oskar-Patzelt-Stiftung ist der seit 1994 vergebene „Große Preis des Mittelstandes“ der einzige Wirtschaftspreis Deutschlands, bei dem es nicht allein um Zahlen, Innovationen und Arbeitsplätze geht, sondern um – Zitat – „das Unternehmen als Ganzes“, um dessen „komplexe Rolle in der Gesellschaft“. Anders ausgedrückt: Die Stiftungs-Jury bewertet nicht nur die wirtschaftlichen Eckdaten eines Unternehmens, sondern läßt darüber hinaus vor allem auch soziale und ökologische Aspekte in die Betrachtung einfließen.

Aspekte, die bei den beiden von Pattensens Wirtschaftsförderer Arne Schütt zu dem Wettbewerb angemeldeten Unternehmen nach Meinung von Bürgermeisterin Ramona Schumann zum Tragen kommen. Beide Unternehmen, so Schumann, seien seit langer Zeit in Pattensen verwurzelt, beide seien in die Stadtgesellschaft eingebunden und beide setzten in ihren Betrieben sowohl soziale als auch ökologische Standards um.

Sowohl JSR-Prokurist Hans-Jürgen Rook – „Die Stadt bewegt etwas“ – als auch Kai Oppenborn äußerten sich erfreut über die Initiative von Wirtschaftsförderer Schütt. Unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbes, so Rook, habe mit der Nominierung ein Nachdenken darüber eingesetzt, wo im Unternehmen etwa unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten noch Verbesserungen möglich seien. Ähnlich sieht es Oppenborn: Sogenannte weiche Faktoren wie etwa die Mitarbeiterführung, so der Geschäftsführer der Calenberger Backstube, würden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Insofern sei die Nominierung eine tolle Bestätigung für sein Unternehmen, die man nach außen spiegeln könne. rks

Bildquelle

  • : Schunk

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